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ich sehe dich ein und aus gehen... du bist wie ein kalter geist.

hin und wieder schaust du vorbei, aber du lässt dich nicht anfassen.



ich weiß, wenn ich dich berühre, zerfalle ich zu staub.



ich weiß, du bist gegangen.



es donnert.

das bist du.
3.5.05 23:10


keine angst,

dieses dumme kind kennt einfach keine angst.



ich mag es, wenn es flackert. zwei flammen brennen, nordnordwestlich von mir, auf dem fensterbrett. eine dicke, aber mittlerweile kurze grüne stumpenkerze und eine himbeerduftkerze im gestreiften glasgläschen. zwei unterschiedliche flammen. eine schmale, stabile, hoch aufragende. wie ein obelisk, beständig brennend. die andere wie eine weiche, ständig zuckende, tanzende zunge, geschmeidig, lispelnd.

feuer ist etwas wunderbares. wärmend, aber unantastbar, kraftvoll, aber nicht unfehlbar. unberechenbar in seiner gestalt und bewegung. blicke fesselnd.

da, nun, diese beiden flammen. so unterschiedlich sie auch sind, so sind sie doch von selbem schlag. und würde man sie vereinen, sie würden stärker werden, noch wärmer, noch unantastbarer.



und noch etwas: es hinterlässt spuren, das feuer. egal, wie klein die flamme war. das sollte man nie vergessen.



(trotzdem, ich halten meine hand hinein und tue überrascht.)
8.5.05 18:43


gestern nacht lag ich w a c h



alte sms zu löschen ist immer ein ereignis, das sogar eine besondere atmosphäre braucht. am besten eignet sich dafür das bett, mitten in der nacht, das licht abgedreht, sodass nur das display leuchtet. dann fängt man an, die stimmung wird andächtig, der trip beginnt. kleine 160zeichen-lange fetzen der vergangenheit tauchen auf einmal wieder auf und ziehen fäden an erfahrungen und gefühlen hinter sich her. man liest. dann lächelt man. oder man kneift die augen zusammen. oder man blickt kurz nachdenklich in die dunkelheit. dann.. die entscheidung. ist dieses kleine 160zeichen-dejavue es wert, aufgehoben zu werden? bedeutet einem diese erinnerung noch so viel, als dass man sie behalten möchte, noch ein wenig? bis zum nächsten mal.



gestern nacht jedenfalls habe ich viele dieser kleinen 160zeichen-biester gelöscht. sie haben sich an mir festgesaugt, und ich habe auf sie vergessen. da hingen sie, lange, raubten mir langsam die geduld, natürlich unbemerkt. aber ich habe sie gefunden, alle. kleine fragmente, kleine scherben einer vergangenheit, die zugegeben schön war. und die fäden, die sie mit ans licht zerrten.. lange dünne, rote fäden, fäden, mit denen du mich damals umgarnt hast, haben mich schaudern lassen, unbemerkt, in meiner dunkelheit. ich habe mich wieder erinnert. an dich. und mir ist bewusst geworden, wieder einmal schmerzlich bewusst, dass es tatsächlich liebe war, gut getarnt hinter all den worten, all den roten fäden.



aus, nein, genug. löschen.

löschen hilft, etwas hinter sich zu lassen, abzuschließen. man hofft, nun endlich frieden zu finden, freiheit wieder zu erlangen. aber mit jedem kleinen 160zeichen-monster, das man killt, tötet man auch einen teil von sich selbst. und wenn man fertig ist, kommt die erkenntnis, dass man versagt hat. hilflosigkeit, trauer. ein schrei. wenn man sich eingestehen muss, dass es nun wirklich vorbei ist, weg. und dass man nie genau wissen wird, wie es gekommen wäre, wenn.



abgebrochene brücken.

aber.. nein, halt, da ist doch noch etwas.. es scheint so, als hätten sich zwei oder drei kleine 160zeichen-elfen verstecken können. und da sitzen sie nun und halten still, bewegen sich nicht, tun keinen mucks. und leben, leben in der stille, halten die erinnerung in ehren, bis zum nächsten mal.

wenn der speicher wieder voll ist.
9.5.05 21:25


ich hab einen apfel belauscht, er sagte zur brotdose: der wildfang führt schon wieder was im schilde. da fährt die eisenbahn drüber. traurig setzte ich mich ins laubhochgrasgrün und begann mit den gehrnwindungen berge in die gruben zu bauen bis mir der schoß wieder einfiel der da lag im feuchten laubhochgrasgrün, neben meinem linken auge. dann kam die eisenbahn, der apfel schrie noch aus der küche: aufstand! aufstehen! doch, zu spät, die berge rissen die wagons auseinander, zerpflückten spielerisch die gliedmaßen des wildfangs, der schoß fing an zu weinen bei diesem anblick. ich wusste einen moment lang nicht, was zu tun, was habe ich angerichtet? schweigend saß ich da, den schoß fest an meine brust gedrückt, sah zu wie die wagons verglühten, das rot im braun des laubhochgrasgrüns. mein gewand, durchnässt von des schoßes tränen, gab mein innerstes preis. ebenfalls rot und glühend. da hast du es, meinte der apfel zynisch. die brotdose nickte wissend.

13.5.05 23:37


wenn inspiration auf einmal kommt und scheinbar nicht mehr gehen will. willkommene gäste auf biegsamen ästen.



klassisch.



ich bin meinen gefühlen hilflos ausgeliefert. das, was sich einst verstand nannte, ein fetter wohlgenährter kloß, unfähig, einen schritt zu tun, wortträchtig liegt er da, wie eine pralle weiße made in einem esslöffel olivenöl, und suhlt sich.

ich fühle mich wohl, nein, nicht in meiner haut, das noch lange nicht, jedoch in meiner seelenluft, in meinem gedankenklangspiel höre ich süße klagelieder, alles kitschig rosa, weich und leicht und riecht nach liebe.

weißt du, wie die liebe riecht? liebe riecht nach nichts. aber die fette made flüstert leise: ja, das ist es, baby, gib. gib mehr davon. gib, nimm es dir, nicht warten, nicht zögern, tief einatmen und das süße nichts spüren, das wortlose nichts, das zwangfreie.

etwas ist da noch, war es ein gallenstein? ein kleiner grauer fremdkörper, nein, nicht meins, nicht mehr und doch in mir.



klassisch, die angst.

von wegen.



ich fühle mich wohl, liegt wohl daran, dass diese wohlgenährte made schläft. sie nannte sich einst verstand, bis sie sich an gefühlen überfraß, wohlgemerkt - mit voller absicht.



lass uns nie mehr schlafen gehn, baby.

baby, hör zu.

die nacht ist uns're straßenbahn.
16.5.05 16:46


schweigend stehe ich in der küche und warte, bis der wasserkocher ein verheißungsvolles blubbern von sich gibt. dann werde ich das heiße wasser in die teekanne gießen, in die ich davor schon - beinahe mechanisch - zwei teelöffel schwarztee mit vanille getan habe. ob du vanille magst, habe ich mich dabei gar nicht gefragt, es gibt anderes, das in meinem zerzausten kopf herumschleicht. zum beispiel rechenbeispiele á la 'der zug fährt um soundsoviel uhr und dings minuten aus g ab, wann muss j losfahren, um rechtzeitig bei der ankunft am sbhf zu sein, wenn die fahrt dorthin bla bla minuten.... ' dann plötzlich tauchen bilder von wiedersehenspärchen vor meinem inneren auge auf. ich liebe sbhf, ich liebe bstg-nr.x, ich liebe des kleinen schäbigen blumenladen und die menschen mit funkelnden augen beim aussuchen nicht mehr frischer - dennoch - liebesgestenblüten. ich muss unwillkührlich lächeln, wenn ich an dein gesicht denke, kurz bevor du mich dort stehen sahst... vieviele minuten nun, wenn bus xya sich um soundsoviel uhr.. es blubbert. das wasser kocht. es dampft vanillig, wenn ich die trockenen schwarzen blätter übergieße. noch zwei tassen geholt, zucker, milch.. (könnte ja sein, dass du welche willst) bis du aufwachst wird er schon etwas abgekühlt sein, gerade richtig. dann machst du deine augen auf, geweckt von dem vanilleduft und meinen fingern in deinem haar. siehst mich erstaunt an, wie ich am bettrand sitze und tee einschenke. warum tust du so überrasch, my darling? es ist zeit.
17.5.05 01:02


sie hat wieder nicht geschlafen.. sie wird noch falten davon kriegen. völlig aufgelöst lag sie im bett und hat sich von einer seite auf die andere gewälzt und immer nur 'oh mein gott, oh mein gott' gemurmelt.
17.5.05 17:33


erst kommt der regen

dann kommt die sehnsucht
18.5.05 16:51


ist es das wetter? ich kann noch immer nicht schlafen. gestern nacht brachte ich es auf eine stunde. eine gottverdammte stunde...................................



es kann so nicht weitergehen. in meinem hirn breitet sich zunehmend das nichts aus, meine gliedmaßen zucken nervös, meine haut spürt alles doppelt so intensiv und meine augenringe sind ausstellungswürdig. ich träume kaum noch. und die träume, die mir bleiben, sind hastig und unangenehm.



eine studienkollegin sagt, das habe psychische gründe. das weiß ich selbst. leckt mich doch alle mal kräftig am arsch!!!!!!!
19.5.05 18:12


gedankenblank, nackt und weiß.



-ich will dir papier schenken, aber ich finde keines, das weiß genug ist und trotzdem fest und griffig.

-ich denke ständig daran, wie sich das gras auf meinem hinterkopf anfühlen wird, wenn ich daliege und mit dir über bäume diskutiere.

-ich versuche, mir keine sätze zurachtzulegen.

-ich werde versuchen, nicht zu bluten.

-regen oder sonne, das wetter hat an bedeutung verloren.

-ich bin keine meerjungfrau, ich hoffe, dessen bist du dir bewusst.

-bereit zu schweigen

-ach ja, meine kunstgeschichte! ich werde euch bekannt machen. ihr werdet euch verstehen.

-vorbeisausende blaue berge

-alles eine frage des timings

-bloß nicht schauspielern. ich hoffe, du entblößt dich genauso.

-eine axt und feste schnüre zum nestbauen auf der reiseliste.

-ernst? ob es mir ernst ist?

-eine papierrolle ist eine option. 300km und mehr. weiß genug?



ich habe geschlafen und von mir selbst geträumt, wie ich versuche, zu schlafen. irre?
20.5.05 21:01


gedankenblank durchschreit ich deine schranken,

wanke haltlos, schwebend,

lebe liebe lichterloh.

du lachst.

ich, schwach,

betrachte deine spur und schlage wellen.

lasse dich sanft zerschellen, schallend.

lalle benebelt.

fragenreicher nachtflug, schleichender schachzug,

schlillernde, schlingende wildheit.

du willst es, waltest deines amtes.

tief atmen, seit tagen, ohne mehr zu wagen,

wegen vager wege.

harter schläge, die wir für einander horten.

wortkarg.

20.5.05 22:56


er lockte mich in den wald.



natürlich hatte er mir zuvor die augen verbunden. mir kam es vor, als liefen wir ein paar mal im kreis. nach stunden - die orientierung hatte ich längst verloren - hielt er inne. anscheinend waren wir angekommen. er nahm mir die augenbinde ab. ich sah mich um, ein schönes stück wald. das licht schimmerte durch die blätter und es roch nach feuchtem laub. er kam näher, sein blick war ruhig, aber ernst. dann lähmte er mich, indem er meinen nacken küsste. als er sich sicher war, dass ich mich nicht mehr wehren konnte, nahm er ein seil und band es um meinen körper, unter meinen achseln entlang, ein paar mal rundherum. ich sah ihm wie benebelt dabei zu, lächelte. er verknotete das seil hinter meinem rücken, er gab sich wirklich mühe, es dauerte lange.. oder kam er mir nur so vor?.. er schien ganz genau zu wissen, wann ich etwas sagen wollte, denn dann küsste er mich auf den mund, sodass ich nicht zum sprechen kam. als er mit den knoten fertig war, warf er das längere ende des seils um einen ast eines hohen baumes. im nächsten augenblick zog er auch schon mit einem festen ruck daran und ich verlor den boden unter den füßen. ein paar rucke später baumelte ich einige meter über dem boden. ich legte den kopf schief und sah ihn mit liebevollem blick an.



'und jetzt?' fragte ich

und er ging weg.
21.5.05 03:55


letztendlich, wachgeküsst, macht sie ihre augen auf und schaut - noch immer leicht benebelt - in die welt.



guten morgen kleines mädchen, du hast lang geschlafen.

22.5.05 20:51


bring mich zur reparatur, ich bin kaputt.

die garantie ist allerdings längst abgelaufen.

der händler leugnet, solche ware zum verkauf angeboten zu haben.

selbst reparieren? dazu fehlt dir das know-how.

und wenn schon.. ersatzteile für dieses modell sind sehr schwer zu kriegen.

der hersteller stellt diese längst überholte version nicht mehr her.

manchmal bringt es etwas, wenn man nur fest genug draufschlägt.

du hast ja recht, ein teurer reparaturdienst zahlt sich nicht mehr aus.

dann lieber gleich eine neue zulegen.

oder .. lieber nochmal draufdreschen, vielleicht tut sich doch noch was.

nein? also ist es nicht nur ein simpler wackelkontakt gewesen..

nimm dir eine neue, ist sinnvoller.

nein, heb mich nicht auf, wozu denn? als staubfänger?

'zur erinnerung'.. sei nicht albern.

fachgerechte entsorgung kannst du dir sparen. wirf mich nachts in den fluss.



schiff ahoi.
23.5.05 02:02


g: ich will ohne liebe nicht leben.

j: das macht dich sympathisch.



h: du willst doch einfach mal in den arm genommen werden.

j: (verfluchte scheiße)



d: wir haben keine besseren ziele.

j: hm....... ja..



m: ... das ist, als wäre jemand..... auf einmal.... gegangen

j: ja, das ist schon richtig so.



meine flüsse sind farblos.

vielen dank, aber ich bin jetzt satt.



..sprach sie.

sie, die ihr parkemed mit power horse runterspült und sich über die bunten zwerge auf ihren schultern wundert.

24.5.05 15:09


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