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ich habe wieder dieses unbändige fernweh.



neulich stand ich in der ubahn vor einer stewardess und habe an ihr geschnuppert. sie roch nach flugzeug. ich rückte näher. hübsch war sie, so groß wie ich selbst, mit großen braunen augen und zarten, beglossten lippen. sie trug eine weiße bluse und ein rotes jacket. einen roten rock und weiße strümpfe. einen trolley hatte sie auch dabei. ein hübsches mädchen.

als ich ihr sagte, dass sie so gut nach flugzeug riecht, lächelte sie und freute sich. ich sagte: 'sie machen mir fernweh. wo kommen sie her?' sie kam gerade aus amsterdam. ich schnupperte noch ein bisschen an ihr, ganz unauffällig. dann verabschiedete ich mich mit einem freundlichen 'ich beneide sie' und stieg aus der ubahn.



ich werde ihr liebes lächeln nie vergessen.
5.6.05 23:16


ich bin unsagbar traurig.



'unsere probleme machen wir uns selbst.' sagte ein guter freund heute zu mir. und es kann gut sein, dass ich mir meine traurigkeit zurecht reime, nur weil ich mir nicht eingestehen will, dass es keinen sinn hatte. dass es nie die aussicht auf ein gutes ende gab. man rechnet viel zu leichtfertig eins und eins zusammen, wenn hormone einem das hirn benebeln. 'subrahier dich.' sagte ein anderer guter freund. ich kann dich nicht so einfach subrahieren. ich kann es nicht 'einfach sein lassen'. ich finde, du bist es wert, dass man dir tränen nachweint. 'er ist doch ein arschloch' sagt eine gute freundin über dich. und ich schweige betroffen. subtrahieren ist nicht meine stärke.

weißt du, es ist schwer. und ich mache es mir selbst so wie es ist. ich habe nichts von dieser traurigkeit, sie macht mich müde und unkonzentriert. aber es fühlt sich richtig an. dieser schmerz.



verrückt. aber ja - es fühlt sich noch immer so verdammt richtig an.



jana was here. der schriftzug ist längst fortgewaschen. es war ja bloß ein eyeliner, mit dem ich den betonpfeiler beschrieben habe. eyeliner hat die bestimmung, weggewaschen zu werden. sei es von lauwarmem wasser, sei es von heißen tränen, oder von mairegen.



ein schlechtes ohmen war das, wenn du mich fragst.

ich hätte es wissen müssen.
6.6.05 01:26


ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.

ich habe mich verändert.
7.6.05 01:48


alte mauern einreißen, im schweiße meines angesichts. gewichtige entscheidungen habe ich nie gemieden.

wir waren nicht verschieden, waren zehrend, uns von einander nährend, nichts ist geblieben. als ob listige diebe unsere vergangenheit gestohlen, all die hohlen türme, die sonnenwinde, mondesstürme überstanden hatten. nichts zu machen. wir fanden damals auch schon keinen trost. wozu jetzt noch beschatten? all die liebe, sage ich.
13.6.05 15:03


ich gebe viel auf diesen mond.

das wird mein mond sein. mein.



und wieder schüttelt der zentaur die wallemähne, wirft den kopf nach hinten, schreit den himmel an. dann gallopiert er los, dem horizont entgegen. er wetteifert mit dem wind, lässt ihn kühn hinter sich, und immer schneller vorwärts geht es, müde wird er nicht, nicht in dieser nacht.



ich gebe viel auf diese nacht.

das wird unsere nacht. unsere nacht.



g r a v i t a t i o n .
13.6.05 16:28


du bist mein kind

ich hab dich geboren

ich hab dich gehalten

als du gefroren hast

ich gab dir meine brust

gab dir meine beine

nannte dich meine kleine



gedanken an die dunkelheit.

nachts sind alle katzen grau. lass uns maunzen auf dem zaun und wir reiben unsere wangen aneinander. und wir schnuppern. und wir sehen uns tief in unsere mandelaugen. ich in deine blauen, du in meine braunen. und wir streifen durch die straßen. du kratzt ein herz in einen baum, und ich schnurre verzückt. und ich finde keine dramatischen worte mehr, denn alles scheint plötzlich so in ordnung.



eingenickt-geträumt.



du bist meine erde

du hälst mich am leben

du hast mich geboren

hast mir worte gegeben

du siehst mich nicht an

du weißt, dass es nicht sein muss

du wartest hier unten,

stumm, bis zum schluss

18.6.05 18:55



gebt kleinen mädchen keine kaleidoskope, das macht sie nur krank. verwirrt durch die bunten steinchen, stolpern sie aus der tür uns fallen die treppen hinab.



gebt den kleinen mädchen keine teleskope, das lenkt sie nur ab. mit dem kopf im nacken, den blick zu den sternen, geblendet und verklärt, laufen sie auf die straßen und in den verkehr.



gebt euren mädchen einen kompass, ein messer, eine lupe und ein seidentaschentuch. und mahnt sie so oft ihr könnt, nicht zu fremden buben in die kutschen zu steigen.
19.6.05 18:39


sie rennt durchs feld, gehetzt. sie schaut sich immer wieder hastig um, stolpert beinahe über die eigenen füße. schneller! es kommt, es ist schon ganz nah. sie rennt. jetzt nur nicht stehenbleiben! weiter.. doch halt, hat sie es etwa abgehängt? sie hält kurz an, ihr körper angespannt bis auf den letzten muskel, angst in ihren augen. sie horcht.. nichts. sie sieht nach allen seiten, alles scheint ruhig. langsam beginnt sie wieder, atem zuzulassen. mitten auf dem feld steht sie, im weizen. nur ihr oberkörper ist zu sehen. sie bleibt aufmerksam, noch ist die gefahr nicht vorbei, sie muss hier weg, das weiß sie. sie muss zurück in ihr versteck. der ausflug in die große stadt hat wohl kein gutes ende. sie geht mit leisen schritten vorwärts, versucht, sowenige ähren wie nur möglich zu berühren. immer wieder sieht sie sich um. sie hätte nicht auf all die stimmen dieser mädchen hören sollen. sie hätte bleiben sollen, wo sie war. sie haben sie gelockt, sie sagten, das treiben in der stadt sei fröhlich, ausgelassen. sie sagten, da seien hübsche junge männer, die da warten. sie hat sich blenden lassen. sie hatten sie an ihrem wunden punkt gertoffen. wie oft hat sie geträumt, so sein zu können, wie sie sind, in ihrer bunten stadt. sie hatte sich schon daran gewöhnt, allein im wald zu leben. und mit den schatten hatte sie sich angefreundet. mit dem monster, das in den ritzen wohnte, in den abgründen ihrer kleinen welt, ihrer selbst. und nun, es fühlte sich verraten.

da plötzlich.. ein rascheln, ein knurren, direkt hinter ihr! panik ergreift sie und sie rennt! schnell, schneller! wie konnte sie so unaufmerksam sein? es hatte sich an sie herangeschlichen, es will sie kriegen. es will sie zurückzerren in seine welt, es reicht ihm nicht mehr, sie neben sich zu wissen, es will sie ganz besitzen.

angst! nein.. nur nicht das.



am nächsten morgen hat man sie gefunden, sie lag am rand des feldes. ihr wollenes gewand zerfetzt und voller kletten, ihre haut davon zerrissen.



21.6.05 04:37


angst vor dem licht



( - denn nachts sind alle katzen grau - )



23.6.05 22:36



'genieß es doch, egal was kommt!'



nein, es ist NICHT egal.

und in diesem fall besonders.

es war von anfang an etwas besonderes. allein, dass du meinen vorschlag befolgt hast, dokumente aus deiner vergangeheit zu verbrennen. das war eine sympathische geste von dir. natürlich war mir damals nicht bewusst, dass das ein anfang von etwas war. ein anfang von einem weg, auf dem wir uns letztendlich doch begegnet sind.

und ich wundere mich über all die menschen mit scheuklappen vor ihren sinnen. und ich bin müde, zu erklären, dass es nuneinmal so ist, wie es ist. und dass es richtig ist. man fragte mich tatsächlich: 'hast du keine angst?' nein, hatte ich nicht.

und nun habe ich doch angst. angst vor dem licht. angst vor dem tag. ich bin die nacht mit dir gewöhnt, ich fühle mich der heligkeit nicht gewachsen.

aber das macht nichts. im moment ist das ein indiz dafür, dass es tatsächlich nicht egal ist. und das ist gut so. für den anfang.





24.6.05 16:46


(¯`·´¯)

.`·.,.·´



one more time



we gonna celebrate

oh yeah, allright

don't stop the dancin'

25.6.05 17:04


es ist furchtbar.



ich setze mich in mein baumhaus tief im wald, mache meinen laptop auf und checke meine mails. denn mein baum hat wlan.

ich habe mein handy zwar auf lautlos geschaltet, aber die vibration informiert mich immer zuverlässig und sofort, wenn eine nachricht eingeht. ich bin allein im nirgendwo und trotzdem verbunden mit der ganzen welt. setze mein headset auf und lasse mein internettelefonie-gelächter durch den wald hallen. mache digitale fotos von der raupe, die über den türrahmen kriecht. und verschicke sie im nächsten augenblick an meinen onkel oleg im tiefen russland. onkel oleg hat auch wlan. nach dem holzhacken tagsüber geht er abends gern online und sucht sich eine frau auf einer russischen flirtpage.

ich brauche die zivilisation nicht mehr. heutzutage wohnen doch alle menschen in baumhäusern, auf almen, in hausbooten, in zelten. man trifft sich nicht mehr auf ein bier, sondern auf einen chat. man schreibt *knuddel* und fühlt sich gleich besser. der körper hat sich auf serotoninausschüttung beim erblicken eines eingestellt. die zunge verkümmert bei manchen hardcore-usern ein bisschen, dafür werden die finger flinker und gelenkiger.



die evolution schüttelt den kopf.

aber solange der ersatzakku noch aufgeladen ist, scheint das system zu funktionieren.

25.6.05 18:02


er neckt mich.

er kommt über mich wie ein sturm, hebt mich empor in den himmel, wirbelt mich so wie es ihm passt, zerzaust spielerisch mein haar, lässt mich sanft wieder zu boden sinken und verschwindet.
und bleibt verschwunden. bleibt ungesehen.
hin und wieder, wie ein platzregen, lässt er warme tropfen auf mich niedergehen. und beruhigt mich. und wäscht mich. und lässt mich selig einschlafen.
und lässt mich träumen, vom nächsten sturm. vom kommenden ansturm auf meine mauern.

lass mich schaudern... baby.
29.6.05 23:56





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