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ich gehe die straßen entlang, ich schaue vor meine füße. ich denke an dich, ganz kurz nur, es ist ein flüchtiger gedanke. ich muss lächeln, gleich, wie flüchtig der gedanke auch sein mag. es ist nur eine straße. es gibt ihrer so viele. ich starre ins leere, das wasser ist schwarz in der nacht, zwischen dem schilf, unter den bäumen. ich denke an dich. ich denke an dich in der dunkelheit. ich sehe den himmel, da sind keine sterne, aber du siehst den selben, du siehst die sterne doch auch nicht. der mond geht bald auf. es wird halt früh dunkel im winter. atem in wolken. schritte auf asphalt. schwarz in der nacht. sterne hinter den wolken.
ich weiß, in welche richtung ich rufen muss, damit du mich hörst. und ich stelle mir vor, mit dir zu sprechen. das nicht auszusprechen gewagte in dein ohr zu flüstern.

ich lege mich schlafen, hülle mich in gedanken in deine anwesenheit, einen schwarzen umhang aus nacht. ich brauche die sterne nicht. ich brauche sie nicht zu sehen, ich weiß, sie sind da. sterne verschwinden nicht.

und unverhofft, unvorbereitet, gar nicht erstrebt, schlafe ich ein.
6.10.05 17:47


meine heimat, das weite land, die schroffen berge.
schafherden, wilde tulpen. und straßen,
staubige, staubige straßen.

wenn ich an heimat denke, schmecke ich staub. ich denke an meine großmutter, die den staub vor der hofeinfahrt mit einem alten besen wegkehrt. ich höre das gackern der hühner im stall. sie scharen mit ihren kleinen bekrallten füßchen, wirbeln braune wolken auf. der sengende wind trägt das scharen davon, weht die braunen wolken beiseite.

auf meiner heimat liegt staub. staub auf den straßen.
ich erinnere mich, ich sitze in einem wagen, an mir vorbei brausen schafweiden, baumwollfelder. das fenster ist hinuntergekurbelt und ich spüre den fahrtwind, schmecke den staub in meinem mund, spüre die feinen körnchen, rieche die erde, das land. in meinen augenwinkeln sammelt es sich, das land, die heimat. braun und körnig. in meiner nase sammelt es sich, in den haaren.

wenn es regnet, verwandelt sich der staub in dreck. die luft wird von ihm gewaschen, der regen schlägt die körnchen aus der luft hart zu boden. dort sammelt es sich, in den rinnen, den ritzen. findet sich zu braunen bächen, braunen lacken, es riecht nach erde. ein reinweißes taschentuch wischt den dreck aus den augenwinkeln, wenn tränen es nicht tun wollen.

ich weine nicht um meine heimat.
dieses schöne rauhe, weite land.
9.10.05 02:31


sie kann in die sterne sehen; sie kann aus den zahlen lesen.
sie weiß es oft besser, sie weiß vieles besser. sie hat schon oft genug vorausgesagt, wie dinge werden würden. sie ist eine kluge frau, sehr gefühlvoll, ehrlich. ich mag sie, weil sie ein bisschen so ist, wie ich. obwohl ich es mir oft nicht eingestehen will. und ich habe angst davor, wie sie zu sein. diese verantwortung.

wie dem auch sei, ich fragte sie. ich habe genau gewusst, dass ich ihre antwort nicht hören will. sie ist ehrlich und ich träume viel zu gern. aber dennoch, ich fragte sie. meine unbändige neugier, meine neugier, die mich schon so oft in schwierigkeiten brachte. ich fragte sie.

und ich fragte: ist er gut?
und sie sagte: zu gut.
12.10.05 21:52


es schreit das fernweh in mir.

hast du dich schon mal gefragt, warum es in einem flugzeug so kalt ist? nein, nicht etwa, weil es zu viel energie kosten würde, zu heizen. aber die leute würden auszucken, wäre es ihnen warm oder gar heiß. sie würden fürchterlich in panik geraten. brüllen: lasst mich hier raus!! jaja, ohne zweifel. deshalb ist es im flugzeug kalt. damit die menschen sich in dem kleinen ding wohl fühlen, zusammen mit all den anderen menschen. in einer gemütlichen kleinen höhle, eng aneinander gekuschelt und in decken gewickelt. und sie freuen sich jedesmal aufs neue, wenn sie etwas zu essen bekommen. jemand hat es gejagt, gekocht und sie dürfen es alle gemeinsam verspeisen.

es leben die urinstinkte hoch und höher. dem horizont entgegen.

und noch etwas: ich will hier raus!!!!
29.10.05 15:43





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