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heute gibt es fisch (wenn ich einen find im kühlschrank) mit gemüse (tomaten und so). da fällt mir ein, ich hab gar keinen spinat daheim. shit.
13.11.05 15:44


ich bin die taste x, sage ich. lass mich dein wegweiser sein.

schreib x und wähle einen weg.

die wege sind absichtlich nicht beschriftet, aber sei unbesorgt, denn deine augen brauchst du nicht zum lesen. los, wähle einen weg und geh. geh, sieh dich ja nicht um!
an mir liegt es dann, zu entscheiden, ob ich mich drehe. in welche himmelsrichtung ich dich schließlich werfe. dich, der du blind taumelnd, stolpernd über meine dünen wandelst. ich genieße dein vertrauen. ich genieße all die kleinen spuren, die du auf mir hinterlässt.
ich werde mich drehen. ich schicke dich an die schönsten orte. ich drehe mich und lotse dich durch alle meine welten. ich bin dein drehkreuz, lass mich dein kompass sein.

ich bin die taste x, sage ich. ich hack' mich ein, bei dir.
lass uns ein stückchen gehen.
14.11.05 01:08


ich möchte an dieser stelle blödsinn schreiben.

der hund miaut
die katze wiehert
das pferd furzt

der furz fühlt sich verraten und macht einen sitzstreik.
das pferd setzt sich also hin. und explodiert.

der furz entweicht
die luft stinkt
der hund atmet ein
die katze atmet ein
beide sagen synchron, ohne sich gegenseitig ein zeichen gegeben zu haben - eine beinahe heilig anmutende laune des schicksals - 'oh, das pferd ist explodiert' und klatschen traurig in die pfoten.

die frage ist nun: warum fühlte sich der furz verraten?


wer die lösung findet, kann sie behalten.
15.11.05 18:13


was seid ihr doch für dinosaurier. mit eurem ständigen gewäsch von wegen nicht-gut-genug-sein. ich kann es nicht mehr hören. legt euch zu bett, schließt eure augen. spürt ihr die wärme der vertrauten bettdecke? die angenehm kühlende dunkelheit auf den lidern. träumt, ihr süßen. träumt süß, ihr guten. es ist bei weitem nicht zu viel verlangt. ich will euch sagen: seht, ich bin die gleißende gestalt des lichts und ich befehle euch, zu träumen. ihr sollt von mir träumen. ihr sollt wieder träumen. ihr sollt tief schlafen. wieder und wieder lasse ich meine feuerpeitsche über euren köpfen schnalzen, versenge eure müden haarspitzen. ihr wollt es doch auch. schlaft endlich alle ein, ihr dinosaurier.
ihr habt nur angst. warum habt ihr nur solche angst vor mir? ich bin die gleißende gestalt des lichts und schwinge meine feuerpeitsche. ich schreie durch den tag, ich schreie aus der sonne auf euch herab. ihr wollt nicht zu mir hochsehen, ich schreie durch die dunkelheit, ihr starrt ins leere, ohne hören zu wollen, ihr narren. ihr seid längst überholt mit eurem ständigen gewäsch von ich-bins-leid und es-ist-hoffnungslos. ich kann euch nicht mehr sehen, tag für tag, die straßen sind verpestet von euren faulen geistern. kriecht doch in eure betten, fangt endlich an zu träumen.
ich, träumerin, ich gleißende gestalt des lichts erwarte euch in meinem garten. ihr werdet ganz von selbst eure köpfe zur seite neigen und leises winseln von euch geben. ihr werdet in euren betten liegen und in eure bettdecken hineinweinen vor glück. ihr werdet namen zu den sternen flüstern, die augen weit aufgerissen, starrend ins nichts und alles sehen. jede nacht. und dann - einschlafen. und aufwachen und weiterträumen. und durch die straßen gehen, jeder schritt musik, musik aus allen türen. der wind wird eure haare beuteln. ihr meine süßen träumer.
erst dann werde ich in mich hineinkriechen, mich kurz noch nach euch umsehen, dann in mich hineinkriechen wie eine schnecke. und einschlafen. und träumen. endlos träumen.
21.11.05 01:29


mir ist so schwindelig. ich habe mich auf die schultern des tanzbären mischa gesetzt. in russland heißen alle bären mischa. und der mond ist weiblich. dem mond möchte ich einen venushügel stehlen. ein stück gelblich-metallisch leuchtendes gestein. mich damit schmücken. meine irdische weiblichkeit beleuchten.
ich sitze also auf mischas schultern und strecke meine arme hoch nach oben. im wilden tanz, immer im kreis und im gelblich-metallischen schein, versuche ich, zu ihr hinauf zu reichen, sie zu berühren, mich mit meinen kleinen fingern einzuhacken und ein stück abzubrechen von ihr, der guten, der gütigen trabantenfrau. mischa, von meiner euphorie gepackt, dreht sich immer schneller. mir ist so schwindelig. wann hört das auf? nicht ehrer, als dass ich erreiche, was ich will. zum schwarzen himmel hoch.
ich versuche, meine balance zu halten, es ist nicht leicht. ich stehe nun in voller größe, mit meinen kleinen füßen auf den großen, zotteligen schultern eines russischen tanzbären, der nicht aufhören kann, sich zu drehen. ja, jetzt, jetzt reiche ich schon fast mit meinen fingerspitzen an die decke, an die plane des blauen zeltes, an die göttliche luna, mama luna, die gerechte. und ich beginne zu lachen, weil ich mich plötzlich am manegenrand wiederfinde, nur ganz kurz, und dem schauspiel von der seite zusehe: da steht eine kleine frau in einem glitzernden blassrosa kleid, stark geschminkt, mit einem krönchen auf dem kopf. auf den schultern eines bären, der eine alberne getupfte hose anhat und sich um seine eigene achse dreht. die kleine frau schnappt mit ihren kleinen händen nach einer riesigen discokugel, die gute 3 meter über ihr an der höchsten spitze des zirkuszeltes hängt...
und ich lache weiter, immer weiter, blinzle die tränen davon und finde mich wieder auf den schwankenden schultern des bären. ich lache und kann nicht mehr aufhören. und ich verliebe mich selbst in dieses lachen, dieses lachen über mich selbst. ich finde mich hübsch in diesem glitzernden kleid. mein knallroter lippenstift schmeckt nach kirsche. mischa stimmt in mein lachen ein und gröllt bärig, sein atem stinkt, seine augen leuchten. mir ist so schwindelig, was mache ich hier? mutter mond, längst vergessen. und vergessen lasse ich mich fallen, nach hinten fallen. alles dreht sich. wer fängt mich? wer fängt eine lachende kleine frau, als prinzessin verkleidet? diese im fall lachende, kleine glitzernde weiblichkeit, glücklich über sich selbst. mischa schaut mir nach und winkt mit der rechten pfote. die menge tobt.
21.11.05 14:16


gleich hinter dem ohr, wo die haare anfangen, das ist meine lieblingsstelle. und er selbst kann sie gar nicht sehen.

somit gehört sie mir!
25.11.05 19:07





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