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aus der serie: j's kleine lustige katastrophen

neue erkenntnisse im umgang mit der microwelle:
nr 1: eine microwelle ist nicht dazu geeignet, um schokolade schmelzen zu lassen.
nr 2: wenn man eine tafel schokolade in einer tupperdose in die microwelle stellt, diese bei 500 watt 5 minuten lang aufdreht und nach dem piepsen einen merkwürdigen geruch wahrnimmt, ist es schon zu spät.
nr 3: nach 5 minuten bei 500 watt in der microwelle schmilzt die schokolade nicht nur... NEIN!!!... sie verbrennt.
nr 4: wenn schokolade in der microwelle verbrennt, stinkt es bestialisch. besonders bei weißer schokolade.
nr 5: die besagte weiße schokolade ist nach der 5minütigen 500watt-behandlung SCHWARZ.
nr 6: das zeug ist sehr sehr, sehr sehr sehr heiß!
nr 7: keine panik, sie verbrennt nur. sie explodiert nicht. wenigstens etwas.
nr 8: das ganze ist bei aller widerlichkeit doch ziemlich lustig.
5.12.05 02:06


interessant. ich muss immer wieder feststellen: ein teil von mir ist mancher menschen schatten. und es gibt menschen, die meine schatten sind. sie kommen, begleiten mich eine zeit lang, fließen mir nach, lecken meine spuren am asphalt. und verschwinden. geister. kaum einer von ihnen weiß vn der existenz der anderen. und so bin ich auch ein schatten mancher menschen. hefte mich an deren sohlen, lautlos. manchmal überkommt mich der zerreißende wunsch, mich bemerkbar zu machen. aufzuschreien. mich vor dem verfolgten aufzurichten und gestalt anzunehmen. aber das sind nur transparente impulse, die wieder vergehen. ausgelöst von einem kalten echo einer vergangenheit. erstarrte emotionen regen sich zuckend aus der steifheit eines modrigen schlafes. und sinken zurück in ihr bett, in ihr loch, in ihr grab. der schrei verstummt, und der schatten bleibt ungehört.
denn jeder schatten weiß; ich weiß, dass das leben woanders stattfindet. das leben, das ist das wahre ich. das ich des schattens anderer, das ist nur ein spiegelhauch von mir, in einer dimension des vergangenen.
8.12.05 01:31


eine errkenntnis, die ich aus einem traurigen tanzlokal nach hause mitgenommen habe:
ich weiß jetzt, warum ich mir keine gesichter merken kann.
weil sie alle gleich aussehen.
9.12.05 05:08


ich versuchte verzweifelt, mir den raum ohne weihnachtsdekoration vorzustellen. die roten wände verwirrten mich. all die geschenkbänder und die armee an weihnachtsmännern, die an allem hinaufklettert. wohin? in die decke? da ist kein himmel. und oben sammelt sich der zigarettenrauch. an den wänden hängen überdimansionale bilder in goldenen rahmen. n fragt mich, welche epoche denn das sei. ich antworte nicht. ich möchte nur dumm lächeln.
ich schaffe es nicht, mir diesen raum nackt vorzustellen. ich bin unkonzentriert. ein kleiner mann mit langem, ungewaschenem haar torkelt an mir vorbei. die musik ist scheiße. überall hängen luster mit flackernden kerzen. elektrische lämpchen. ich muss zugeben, der fake ist nicht schlecht, das flackern sieht von weitem beinahe echt aus. und überall plastikzweiggirlanden. weihnachtsmänner. kugeln. sterne. päckchen ohne inhalt, aber großzügig in papier gewickelt, mit riesigen schleifen. c ist begeistert. sie mag die räume, sie mag die musik. wir sitzen an einem tisch. sie, ihren weißen spritzer in der hand, fragt: was ist eigentlich kitsch? ich möchte nur schweigen und sie dumm ansehen. der flachbildmonitor an der wand zeigt werbung für einen tauchkurs in simmering. ein tropischer korallenhain und darüber mit gelben buchstaben 'simmering, gratis schnuppern'.
c fragt: bin ich oberflächlich? ich weiß nicht, was zu sagen. sie ist geschickt. aber ihre sinne sind stumpf. ich kann ihr nicht sagen, dass sie für mich ein geschmackskrüppel ist. ich kann ihr das nicht in ihr hübsches gesicht sagen. nicht in ihre naiven blauen augen schauen dabei. warum? ich heuchle. ich fühle mich schlecht. ich verdiene diesen ganzen kitsch um mich herum. ich passe mich doch nahtlos an. so tückisch.
c raucht und versichtert mir, die pizza in der nachtschicht schmecke am besten. ich sage: geschmackssache.
ich mag c trotzdem. auf eine verlogene art und weise.
der alte dj spielt last christmas.
9.12.05 16:47


seit dem ich gestern dieses foto gesehen habe, von einer perfekten türkisen bucht, kann ich nicht aufhören, daran zu denken. ich kämpfe jedes mal mit den tränen. das wasser strebt aus mir, als wolle es meinen trägen körper verlassen und dem verlangen, dem rufen des ozeans folgen.

und ich träumte, er stünde unerwartet vor meiner tür und sagte: pack deine sachen, wir fahren. los, wir fahren ans meer.
11.12.05 14:58


mit den letzten goldenen küfferle-schirmchen ist auch weihnachten gegessen. mahlzeit.

zeit.

zeit für neujahrsvorsätze.

ich werde NICHT bei politischen diskussionen im bett wie der pawlowsche hund automatisch zu schlafen und zu sabbern anfangen.
ich werde NICHT wie blind im liebestaumel dem herrn amazon mein letztes geld in den arsch schieben.
ich werde die bedienungsanleitung der microwelle lesen.
ich werde mein 22stes jahr nutzen und endlich richtig zu schreiben anfangen.
ich werde NICHT den 100sten chanel-lipgloss bei ebay ersteigern.
ich werde mehr lesen. ich werde kein schlechtes gewissen haben, mir noch mehr bücher zu kaufen. (vorsatz nr 2 wackelt mit den hüften wie eine sambatänzerin)
ich werde auf latein schimpfen lernen.
ich werde einen brief an meinen vater schreiben.
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26.12.05 14:25





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