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rote sonne über wien.

schweigen, weil die kälte lähmt. stehen, schweigen, benommen. warten auf ein versprechen. alles wird gut. und zitternder atem ist es wert. gelähmt, gefesselt. die bahn ist längst gefahren. allein am kalten bahnsteig. plötzlich, ein junger mann, stellt sich daneben, holt hastig etwas aus dem rucksack. die bahn ist doch gefahren.. es ist ein fotoapparat. und ich steige ruhig in den aufzug, auf dem weg nach hause. mit dem versprechen, dass alles wird gut. ich bin nicht allein. und nicht allein auf meinen augen, die last des wissens um die schönheit einer roten sonne über wien.
3.2.06 21:49


the swinging sixties.

sally lehnt sich zurück und lässt ihren atem in einem kräftigen schwall aus dampf zum himmel steigen. es wird langsam dunkel, die blaue stunde legt sich über das winterliche bühnenbild, die nackten schwarzen baumkörper halten andächtig den atem an. einundzwanzig. zweiundzwanzig. dreiundzwanzig. with every single moment, the world seems more blue, more and more blue. sally streckt ihre zunge aus und fängt eine schneeflocke. da tanzen sie, die zauberhaftesten wesen der jahreszeit. jede einzelne mit ihrem eigenen blau. mit jeder sekunde fallen sie und sterben auf dem warmen asphalt. er glitzert blau von ihren nassen überresten. sally legt den kopf schief und seufzt. die welt, erklärt in einer abendlichen viertelstunde im park.
13.2.06 18:16


das schreien wird schwächer, geht in ein wimmern über. das wasser versiegt, verdunstet. was bleibt?
salzige flecken bleiben. kleine, matte, rauhe stellen. die schreie hallen dumpf nach in den leeren hallen. was bleibt noch? was bleibt übrig, wenn es leise wird in mir? die angst vor der leere, die überall hineinkriecht. in die augen, in die seele, in die müden glieder. müde vom zittern, müde vom laufen, im kreis. und wenn die lieder fallen, wenn die decken fallen, wenn die dunkelheit hereinbricht, kommen die geister und erwachen in fahlen farben zum traumtanz. und dann kommst du wieder und bist da und bist da und gehst hin und her, hin und her, ich gehe an deiner seite, der atem in stößen. keine tränen mehr, nur geister, nur mehr die fahlen gestalten der vergangenheit. stumme begleiter, keine schreie mehr.
was bleibt am morgen danach? und am morgen nach dem tag danach? und nach tagen danach, was wird bleiben? was passiert, wenn du eines tages nur mehr ein schatten bist, ein geist, ein durchsichtiger körper ohne stimme in meinem kopf? was bleibt, wenn die erinnerung an dich verblasst, wenn ich dich stück für stück verliere? was bleibt von mir? von meiner liebe. angst vor der leere. angst vor dem vergessen. wenn die letzten bilder verschwimmen, wenn ich deine augen nicht mehr sehen kann. wenn kein gefühl sich mehr regt, kein schreien, nichtmal ein wimmern. und nur noch das wort 'vergangenheit'.

angst. angst vor dem morgen danach. angst vor dem tag nach dem morgen danach, nach den tagen danach, nach den wochen nachdem irgendetwas war, ja, irgendetwas war da doch, da war ein gefühl. was war es nur, es war warm, oder nicht? es tat gut, oder nicht? was ist geblieben?

bitte nicht. lass uns nicht sterben. nicht heute. nicht morgen.
schrei noch ein bisschen.
ein bisschen. bis der sommer wieder kommt.
18.2.06 00:18


gestern war ich ja fast schon ein bisschen stolz auf mich. den ganzen tag kein einziges mal geheult. und ist das gut? das geht zu schnell. anhalten, mein leben im zeitraffer, die bremsen sind kaputt. und ich bin ja eine stolze frau, meinte er. aber was soll ich denn tun? ich bin recht verzweifelt und glaube: nein, eigentlich bin das gar nicht ich. und an dem abend, da hatte ich dieses gefühl auch. da saß ich neben mir und beobachtete mich, wie ich da mit verwirrtem blick versuchte, das eben gehörte aufzunehmen. nein, das bin nicht ich und das passiert gerade gar nicht. typisches merkmal von verdrängen. stolz und vorurteil.
heute bin ich nicht stolz auf mich. es brach aus mir heraus wie ein wasserrohrbruch. eine kleine nachricht reicht und ich bin ein wrack. gefühle sind schon eine faszinierende sache. (was für eine gefasste rede.) und wem schreibe ich das?
lieber leser, das ist alles nicht nur für dich sehr verwirrend.
'wenn die welt nicht daherkommt, um dir den arsch zu lecken, musst du hingehen und der welt den arsch lecken.'

und alles schreit: komm zurück, komm zurück.
18.2.06 20:03


today there's something on my mind
that tells me, that it wasn't right.
it's not the way we used to plan our lifes.
and as we look behind,
there's nothing we could sell or by
there's nothing we can tell the world
there's nobody who wants to switch with us
and all the days we lived.
and as we are about to die,
i hope that you will not regret
i hope that i will not forget
all those sweet fairys, birds and demons
on our way down south.

the deep blue sea was waiting for us.
and what is left, now, that love is left behind?
19.2.06 15:52


warum immer diese steine?

sie sind überall, sie kreisen mich ein. wo ich auch hingreife, wo ich auch hinsehe, da ist kein platz, an dem nicht so ein verdammter stein liegt.

neulich griff ich, auf der suche nach schokolade, in eine schachtel (da hab ich irgendwann vor 3 monaten ein milka-naps reingeworfen). und was zieh ich raus? den stein aus moskau. den stein meines vaters. dem ich noch immer keinen breif geschrieben habe.
nachts darauf, auf dem weg ins klo, schlag ich mir die zehen an. an einem schweiz-stein. der ist ziemlich groß.
denk mir nichts schlimmes, als ich unterm bett nach einem stöpsel suche.. was finde ich? den schwarzen graz-stein. und dazu gleich das bild vor augen, wo ich ihn aufgehoben hab. er war nass und glatt und zu schön, um ihn nicht mitzunehmen.
steine und muscheln aus australien, gefunden in einer jackentasche. das ist ein jahr her. als wärs gestern gewesen.
und als wäre das unglück nicht perfekt, fand ich gerade den rauhen weißen gaberl-stein. das waren wohl die schönsten verschmilzten blauen berge ever.

all die erinnerungen, in form von steinen, holen mich ein. ich habe sie wissentlich mitgenommen, jeden einzelnen. kleine brocken aus besonderen momenten, jeder einzigartig, jeder ein relikt aus einer vergangenheit, die einmal war und nicht mehr ist.
steine sind für mich immer lebendig gewesen. und nun leben sie mit mir, meine steine. meine kinder, meine freunde. umgeben mich, spielen mit mir verstecken, kommen und gehen, trösten und quälen mich. geliebt und gehasst sind sie.

meine kleinen vergangenheiten.
24.2.06 15:02


immer, wenn meine augen sich eine auszeit nehmen (so geschehen in den letzten 2 tagen), versucht mein gehirn, sich anderweitig zu beschäftigen.
so bescherte es mir letzte nacht an ein halbes dutzend träume, unter anderem sehr spektakuläre, wirklich ein feuerwerk an ideenreichtum, herrlich.

natürlich musste ich dieses flugzeug kriegen, und ich war am flughafen, einen rucksack dabei und meine tickets, es war schon dunkel draußen. auf einmal war klar, ich würde das flugzeug erwischen und von da an wurde alles total easy cheesy, als würde man sich aufs zubettgehen vorbereiten. ich also in dieser graublauen wartehalle, etwas lesend.
dann ---
ich war jackie chan auf der flucht vor bösartigen aber auch ziemlich dämlichen mafiosi. in einem auto. eine wilde verfolgungsjagt durch staubige straßen und betonbauten, die gangster immer dicht hinter mir auf einem motorrad. drei typen in schwarz auf einem motorrad. ich verlier die kontrolle über meinen wagen, der stürzt ins meer und die mafiosi denken, ich bin tot. ich rette mich aber mit einem fulminanten sprung aus dem fliegenden auto, tauche nach meinen sachen, die dabei sind, in der tiefe zu verschwinden, komme wieder an die oberfläche und verdammt - da sind die mafiosi wieder und ich flüchte in einen dschungel.
dann ---
ich bin ein kleiner affe und will babanen fressen, aber die anderen affen sind gemein zu mir und wollen mich verjagen. ich laufe aus dem wald heraus, über eine staße mit bahngleisen und finde mich in einem affenslum, überall arme, verwahrloste affenfamilien. und ich renne wieder über die straße und steige in einen zug ein, der auf den gleisen gefahren kommt.
dann ---
der zug fährt und fährt und ich bin irgendwo angekommen. ich kenne mich nicht aus, ich bin ein insekt. der zug fährt durch röhren, wie ein labyrinth, und die röhren verzweigen sich und überall sind stationen, aber keine menschen, nur fische. die zugführerin steigt aus, um sich nach etwas zu erkundigen. ich klettere aus der röhre und plötzlich überall kleine vögel, kleine säugetiere, schmetterlinge, und alle flüchten. ein riesiger bunter vogel kommt auf mich zugeflogen und will mich fressen, ich lasse mich in die röhre fallen, entkomme, bin aber nun in dem zug uner wasser gefangen.
dann ---
es ist ein haus, ein geisterhaus anscheinend, denn irgendetwas scheint in dem haus zu leben, von dem ich nichts weiß. das haus ist alt und aus stein gebaut, es erinnert mich an die universität und überall sind studenten. an einem raum mit einer breiten wendeltreppe hängen bilder von ehemaligen studenten an der wand. die gesichter bewegen sich langsam, stimmen sind zu hören. es gibt ein geheimnis und ich muss es finden.
dann ---
ich schlafe in einem keller und werde geweckt von etwas, das mir die hände leckt. ich spüre ganz deutlich eine warme, nasse zunge. ich wache auf, es ist ein roter drache, der mich gefunden hat. er ist noch jung, sein kopf ist groß und freundlich und mit goldenen glöckchen behängt. er leckt mir das gesicht, fängt an, an meinen fingern zu knabbern.

was bringt die nächste nacht?
24.2.06 22:38


- der turmbau zu babel -

die welt hat uns nicht gestattet, miteinander zu sprechen.
sie wusste, wir hätten sie aus den angeln gehoben.
25.2.06 13:41


als ich noch ein kind war, war alles einfach.
alles war schwarz oder weiß. gut oder schlecht. es gab keine zwischenschritte, es gab keine dämmerung, kein morgengrauen. es war tag oder nacht.

wann hat sich das geändert? wo war die grenze, wann setzte ich den ersten schritt mit geschlossenen augen? wann lernte ich, mit graustufen zu malen? wann lernte ich, im dunkeln zu sehen?



... .. .. . ich weiß noch, mit fünf war ich das erste mal verliebt.
26.2.06 20:31


ich habe etwas taktisch unkluges gemacht. nämlich mich vor den pc gesetzt und mir unvorteilhafte fotos von mir angesehen.
bin zu dem schluss gekommen, dass ich eigentlich doch sehr hässlich bin. und das frustriert mich.

hallo, ich bin schirch und schlecht gelaunt.

und was jetzt? es ist spät, es ist weit und breit keiner da, der mich trösten könnte und mir sagen, dass alles ein schmarren ist und dass ich eigentlich doch sehr hübsch bin. spielts nicht.
ich könnte mir die lippen rot anmalen und mich vor den spiegel setzen. eh nix besseres zu tun. und warten, bis die umnachtung den blick trübt und die kanten weicher werden.
na hallo, blödsinn.

ich denke an menschen, die hässlich sind und trotzdem erfolgreich.
hallo, yoko ono ist nicht hässlich. der könig von mallorca auch nicht.

schirch also, deswegen schlecht gelaunt und nun auch unmotiviert weil eh alles schmarrn ist. es ist 01:11.
28.2.06 01:12


die bibliothek.

da sind so viele bücher, so viele menschen haben sich hingesetzt und geschrieben. und kein einzelner könnte jemals alle diese bücher lesen.
und ich komme nicht umhin, mich zu fragen: wenn ein mensch alle bücher auf der ganzen welt lesen würde, würde er dann die welt begreifen können? es ist so ein verlockender gedanke, dass alles wissen vor uns ausgebreitet liegt und nur darauf wartet, aufgenommen zu werden. und dann die traurige erkenntnis, dass es mit dem menschlichen leben an sich unvereinbar ist, sich dieses wissen anzueignen. dieser melancholische, tragische fakt ist in all seiner groteske doch etwas wunderschönes. nicht weil es so ist; sondern weil es ist, wie es ist.
28.2.06 16:13





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