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seltsamer tag heute. mit den ersten schneeflocken schneien allerhand verrücktheiten in mein fenster. robbie williams singt manu chao. maki zum frühstück. makaberer humor rund um s. heute schreit nichts nach zärtlichen umarmungen, man denkt nicht ans küssen oder an sex, garnichts. eigenartiges gefühl im magen - man ist satt - so war das also.

dieses jahr neigt sich immer weiter in richtung dezember. und dezember hat immer so viel von heimat. heimat, man braucht nichts mehr als das gefühl von heimat.

ich fühle mich heute sehr wie ich, obwohl mein körper noch immer so schwach ist und auf sparflamme läuft. (interessant, wenn alle kraftreserven aufgebraucht sind, überkommt einen diese leichtigkeit, eine müdigkeit, die in den letzten muskel reicht. jegliche körperspannung löst sich im nichts auf und man spürt wahre leere. auch das gehirn macht sich keine mühe mehr, unnötige gedanken zu haben. instinkt wird unmittelbar, eine erfassbare einheit.) dann kommt hühnerboullion (dampfende heimat) wie zu großmutters zeiten, rinnt die geschundene kehle hinab, in einen leeren magen, der sofort zu arbeiten anfängt. es dauert nicht lange und der energiepegel fährt wieder nach oben, das gehirn schaltet in den power-modus. das bin ich, ein kraftwerk. es raucht der schlot, es rattern die motoren.

überhaupt habe ich das gefühl, als würde ich die ganze zeit schon schlafen und verzweifelt versuchen, aufzuwachen.

an das letzte mal heimat kann ich mich auch noch erinnern, es ist gar nicht so lange her und dauerte vielleicht nur einen augenblick lang. ein augenblick lang geborgen.

eigentlich, braucht man denn mehr?
2.11.06 18:21


wir gehen alle auf den selben wegen, wenn man es objektiv betrachtet. aber für jeden einzelnen erscheint der eigene weg ganz anders, ganz außergewöhnlich, manchmal besonders beschwerlich, staubiger, steiniger, steiler als andere. eine rast am wegesrand, unter einem alten baum, täte vielen pilgern gut. ausgebrochen aus der monotonen schrittfolge, durchatmen und den anderen eine weile zusehen, wie sie vorbeiziehen. alle gehen in eine richtung, stellt man dann fest, nimmt einen schluck wasser aus dem nahen bach und erkennt: was unser aller wege gleich macht und am schluss vereint, ist das ziel. das ziel ist doch das selbe.
5.11.06 18:40


na toll. hab eine seite gefunden, auf der kurzgeschichten veröffentlicht und kommentiert werden. und - wow - die leute dort schreiben echt seitenweise. also richtige geschichten. und dann kommen die kritiker und es heißt 'da und da hast du den konjunktiv2 nicht eingehalten.' sehr beeindruckend.
ich hab einen abend lang mit dem gedanken gespielt, da auch was zu posten. hab mich dann doch nicht getraut.

seien wir doch mal realistisch - ich bin doch nur ein dummer blogger. (nichtmal mit groß/klein-schreibung..)
7.11.06 03:24


mein take-away-essen übertüncht den biologischen baustoffgeruch in der station, ich fahre ubahn. drei minuten, bis der nächste zug einfährt. einer der drei aufzuggarnituren ist defekt. ein mann und eine frau, in neongelben stationsaufseherwesten kommen hinabgefahren, der mann steigt aus und stellt ein 'reparatur'-schild hin. seine kollegin wartet. als er zurück in die kabine steigt und die tür sich schließt, stehen sie sich gegenüber und sehen sehr symetrisch aus in ihren warnwesten. 3 sekunden noch, bis sie über einander herfallen, während die kabine sich stöhnend nach oben schraubt. er wird die weste von ihren massigen schultern reißen, während sie ein bein hochwirft und es um seinen hintern schlingt. die wucht ihrer fleischeslust lässt ihn straucheln und er betätigt unabsichtlich den notrufknopf, worauf sirenen auf allen stationsebenen aufheulen, was sie, die mittlerweile schon halbnackt ist, noch mehr in wallung bringt. der zug fährt ein, ich bemühe mein fresspaket in richtung bahnsteig, vorbei an einem riesigen kerl in zu kurzer hose. ich sehe den schönen, noch bevor ich den wagon betrete, setze mich ihm schräg gegenüber. der riese bemüht sich sehr, den freien platz neben mir zu ergattern. der zug fährt an. kurz wirft der schöne einen blick auf meinen prallgefüllten akakiko-sack, er hat filigrane, schlanke, lange finger, furchige adern winden sich über den handrücken. kleine füße. angesichts meines hungers frage ich mich, ob er einen großen hat. er sieht mir nicht in die augen. hinter ihm erspähe ich die wasserstoffblondeste mähne der welt, sie trägt eine rote felljacke und enge jeans. wenn sie jetzt aufsteht, packt er sie am oberarm und zieht sie mit einem ruck auf seinen schoß. sie würde natürlich vor schreck über ihre absätze stolpern und ihn mit zu boden reißen. weitere drei wimpernschläge später fällen sie übereinander her, er presst seine zunge in ihren roten schmollmund, seine schönen finger graben sich tief ins wasserstoffblond. der riese bemerkt das theater nicht, denn er starrt schon seit drei stationen auf mein rechtes ohr. dabei tippelt er mit dem zeigefinger auf sein knie. will er mir auflauern und über mich herfallen? ich rechne aus, wieviele schläge man brauchen würde, um sich aus seinem griff zu befreien. würde ich schreien? er trägt ein streifenshirt unter der beigen jacke, deren ärmel zu kurz sind. gerade will ich einen blick auf seine füße werfen, da steht er auf. achtung, was passiert? er steigt aus. eine station später verlässt die blondine den wagon. die stationswärter haben wohl auch schon feierabend. das essen auf meinem schoß ist seit drei stunden kalt.
9.11.06 23:31


es wird schon früh dunkel.
ich fahre mit dem bus.
menschen steigen aus.
ich sehe die menschen aussteigen.
wir fahren nach hause.
einer nach dem anderen steigt aus,
der bus fährt weiter.
wie im richtigen leben.
oder eben gerade nicht.
ich bin meist die letzte, die aussteigt.
das letzte stück fahre ich allein.

i go through all this before you wake up,
so i can feel happier to be save up here with you.
(björk - hyperballad)
10.11.06 21:35


weißt,

das ist immer so: grad, wennst mal einen abschleppen willst, ist keiner da.
10.11.06 23:07


letzte nacht geträumt von:
c, wie er versucht, mir das schweizer kkkccchhhh beizubringen. ich kann das nicht, das weiß er. unmöglich, aber er tut so, als würde es eine chance geben. es scheitert an meiner zunge, die zu kurz ist. hatte ich das nicht erwähnt? meine zunge ist zu kurz, ich kann sie nicht herausstrecken. vergiss alle verruchten zungenspiele, vergiss den ultimativen geishablowjob, ja, das war immer schon so. keine schweizer, nie mehr.
jedenfalls gebe ich es auf und trete in den garten hinaus, der weiß ist vom ersten schnee. die kalte luft ist angenehm. es fallen fünfzackige schneeflocken. ich fange sie mit dem mund, weil ich weiß, dass sie besonders sind. ich schnappe mit meinen lippen danach, wie ein karpfen nach luft schnappt. mein mund friert. da kommt eine flocke, die besonders groß ist und aussieht, wie ein relief eines gesichtes. ich versuche, sie zu erwischen um sie zu küssen. ich denke: ich muss sehen, ob ich überhaupt noch weiß, wie man küsst. das schneegesicht wird sich auf mich legen, mich einen augenblick lang vor kälte erstarren lassen um dann auf meiner haut zu schmelzen und mir den hals hinabzurinnen. für einen kuss ginge alles viel zu schnell. trotzdem strecke ich mich der flocke entgegen, aber sie weicht aus und schwebt an mir vorbei. dann wache ich auf.
14.11.06 00:53


aus der lustigen serie: so schimpfen, dass es auch richtig weh tut!

'du hast eben eine andere mentalität.'
17.11.06 22:43


nimm meine hand, drück sie fest.
nimm ruhig meine hand und halt sie, beeil dich nicht so mit dem verabschiedungsgruß.
nimm meine hand und zieh mich zu dir. lass unsere wangen aufeinander verweilen, länger als nur einen augenblick.

ich hätte dich gern zurückgehalten.
19.11.06 05:20


die misosuppe schmeckt gleich besser, wenn sie von einem freundlichen jungen japaner gekocht wird. 'wir kochen misoshiru mit lachsstücken, das schmeckt besser und duftet! wollen sie?' 'ja!'
und ein ottakringer schmeckt auch irgendwie besser, wenn man es von freundlichen punks spendiert bekommt. im austausch gegen kuchen. ein guter deal. der hund heißt chester.
der herbst ist gleich ein bisschen schöner, wenn es durch das gelb regnet. die lacken trocknen bis zum abend. die nächte sind kühl.
jetzt darf ich eigentlich gar nicht an ihn denken, sonst muss ich am ende noch explodieren vor lauter glück.
20.11.06 20:55


ja!
nein!
weiß nicht..
hab angst.
22.11.06 21:35


wir hüllen uns in einen mantel des smalltalks.

und ich versuche wirklich krampfhaft, mir einzureden, dass ich doch sehr glücklich bin. diese unglaubliche reise, die auf mich wartet. ein traum geht in erfüllung. und trotzdem. wie jemand, der vom dauernden pornos schauen im echten leben keinen mehr hochkriegt, verflechte ich mich in meine romantischen vorstellungen. ich fühle mich in letzter zeit so verloren. nichts, an dem man sich festhalten kann. und so eine reise ist doch auch ein erwarten. wenn man weiß, da ist jemand weit weg und wartet darauf, dass man einander wieder in die arme schließen kann.

odysseus und penelope.

es fehlt doch einfach jemand zum umarmen.
23.11.06 20:28


ich lege mich tagsüber schlafen, wenn es wiedereinmal zu viel wird. ich kann mir das leisten. die zeit spielt keine rolle, ich hatte es nie so mit der zeit, sie auch nicht mit mir. wir sind schwestern, die sich nicht ausstehen können, weil sie mir immer meine ehemänner wegnimmt. ich träume von dreck und liebe. vom dicken pullover, den ich vor erschöpfung nicht ausgezogen habe, ist mir heiß. ich wache auf, wälze mich hin und her, schlafe wieder ein und träume von einem gesprächskreis. ich bin die moderatorin und um mich sitzen meine ehemänner. sie reden durcheinander. sie reden auf mich ein, was für ein unglück sie haben. ich weine für jeden, meine tränen schweben zu ihnen hinüber und benetzen ihre stirn. darauf schlafen sie ein. ich wache auf. ich will die augen nicht öffnen, da wartet nichts auf mich. ich will nicht wissen, wie spät es ist. ich habe das bedürfnis, eine lange zeit kein wort zu sprechen. ich werde mich ruhig verhalten, damit man nichts von mir hört. damit man mein herz nicht schlagen hört, dort, wo es nicht gehört werden will. zeit wird vergehen und man wird mich vergessen, mit gewissem glück vergesse ich mich selbst vielleicht auch. dann wird die nacht zum tag und der traum zur wirklichkeit und der schlaf tritt an die stelle der liebe. alles braucht seine zeit. ich brauche sie doch auch.
24.11.06 20:46


gedanken an das kämpfen und an die müdigkeit.

es ist nicht einfach. ein gedankenverlorener schritt kann noch gutgehen, vielleicht noch ein zweiter. aber wie lange kann man die augen schließen und vertrauen, dass alles wie geschmiert läuft und einem nichts passieren kann? fallen geht schnell, in the blink of an eye. und dann ist wiedereinmal alles neu. ich stolpere wie eine verirrte reisende durch die dimansionen. es bleibt keine zeit, in einer der wirklichkeiten fuß zu fassen. ständig auf der hut, schlafen mit einem wachen ohr und einer müden hand am messergriff.
wofür?
alles für die liebe. bin ich denn überhaupt noch eine kämpfernatur? war ich es jemals? die heißen tränen verraten, dass es noch etwas gibt, für das es sich lohnt, zu weinen. man verstrickt sich in einem konflikt. das herz will, aber die beine wollen es nicht tragen. man könnte es erschießen oder ruhigstellen. mir ist das herz zum erschießen doch zu schade. so wird es irgendwann mein verderben einläuten.
wenigstens der kopf ist bei all dem scheitern noch funktionsfähig. obwohl der putz hier und da ein wenig bröckelt. man sollte über alternativen bescheid wissen. zum beispiel: der film mit dem gehirn im glas. der fesche, junge wissenschaftler verliebt sich in sein gescheitertes experiment. ein kurioses happy end.
es ist spät.
heute nacht offenbart sich das universum wieder nicht. nicht für mich, auch nicht für mein herz, und schon gar nicht für den es schlägt. unwissend stolpern wir aus einer güllegrube in die nächste, ohne aus den konsequenzen zu lernen. und nennen es kampfgeist. tag für tag, nacht für nacht.

wofür?
alles für die liebe.
26.11.06 00:10


achtung achtung!

man macht mich darauf aufmerksam, dass bald (wirklich bald) schon wieder ein jahr um ist.
OKAY.
na hee, und seit dem letzten valentinstag ist auch schon ein halbes jahrhundert vergangen...?

servas gschäft, das wird ja immer schlimmer!
what happened to my rock'n'roll?
26.11.06 23:10


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