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in meinem kopf steht eine frau am fenster und starrt hinaus. aber sie sieht nichts. es ist nicht dunkel, eher liegt über dem draußen ein dichter nebel, alles scheint feucht und kühl, wie ein riesiges gehirn. die frau starrt also auf mein gehirn. (soweit sogut.) dazu rappt der topf. nein, das inspiriert mich nicht, obwohl die frau der einen von kersting sehr ähnlich sieht. weißt eh schon, der einen. die am fenster steht. man sagt dazu, das bild gäbe eine erwartung wieder. meine wiedergabe stößt auf widerstand. meine kerstingfrau starrt auf mein gehirn und kann sich daraus keinen reim machen. oh ja, das könnte jetzt nicht einmal blumentopf.
7.1.07 18:24


wuoow!!

he, moment mal, augenblick!! so geht das nicht, jetzt erstmal immer mit der ruhe: genaugenommen kenne ich diesen blitzknoten im magen, das ist eine natürliche reaktion auf bestimmte gedankengänge. das problem ist: das gefühl ist zum derzeitigen punkt völlig unpassend! es gibt keinen logisch erklärbaren grund dafür! das ist in einer gewissen weise sehr beunruhigend, gleichzeitig aber irgendwie angenehm.

zu lange am edding genuckelt? zu gierig an der acrylflasche gezogen? oh nein, ich seh mich schon als niki de saint phalle an meinen geliebten farbdämpfen krepieren..

es werden die schlechtesten sprayer dieser stadt engagiert, und die trümmer des denkmals mit parolen beschmiert!
8.1.07 16:49


du flutest mich,
ich geb dir nach, um in dir aufzugehen.

am tag stehen wir nebeneinander,
verzehren uns mit blicken aus dem augenwinkel.
stören uns nicht dabei, zu wachsen.
doch wird es draußen langsam dunkel
kommt mit der nacht die sehnsucht.
dann fließen wir, getrieben, trunken,
aufeinander zu,
um in des andren schluchten abzutauchen.
und brauchen nichts, als einzig das versprechen,
die eigenen fundamente nicht zu brechen.
8.1.07 19:22


mama, ich habe hunger,

hunger nach mehr.

ich habe wirklich das gefühl, dass etwas passieren wird.
ich freue mich auf meine kleine bühne und auf meinen tiefen keller mit den groben steinwänden. auf die spots, die auf meine kinder strahlen werden. echidna, mutter aller monster, stolz bin ich. ach ja, ist das mein weg?
taumeln in tausend scheinwerfern.

hunger; es wird von tag zu tag ruhiger auf meiner oberfläche, nur im inneren, der magen knurrt. irgendwann so laut, dass auch die menschen es hören können. dann stehe ich da und sie sehen auf mich. taumeln, lieben.
bereit.
10.1.07 14:06


keine überraschungen.
träume?
musik lauter machen. laute musik ist gut.
14.1.07 18:35


ich sage es dir hier auf diesem weg.
du bist eine bekannte. es ist die beste lösung. ich löse mich.
keine verpflichtungen, keine erwartungen.
15.1.07 00:20


man greift sich an den kopf.

ich strample mich frei. hey, das ist nicht einfach. seit tagen gehe ich schon apathisch durch die wohnung. lege mich schlafen, schaue in die mailbox, ins icq, ins forum, in den chat. horche, ob nicht das telefon klingelt, oder zumindest piepst. heute morgen dachte ich schon: 'wer schreibt denn um so eine gottlose zeit sms..?' nein, es war der wecker, meines handys arbeitsgeräusch. ich gehe in mich hinein und sehe mich um. versuche verkrampft, die welt aus meinen eigenen augen zu sehen und erkenne mich selbst nicht im spiegel, erkenne meine eigene stimme nicht. nicht die innere, besonders die innere nicht. ich schaue seifenopern auf orf2, wege zum glück, dann fresse ich, bis mir schlecht ist. ich versuche, die taubheit zu betäuben mit einem halben liter kalter milch. es friert mich und ich lege mich schlafen. ich träume. i dream of a could-be. ich träume schon so intensiv, wie mein leben es lange nicht mehr ist. ich wache auf, schreibe noch im halbschlaf, von emotionen der wirren träume ganz zerfressen, irgendwelchen leuten unpassende sms. ich bereue es nicht. irgendwelche leute, das ist auch nicht wahr. es berührt mich, oder nicht. es beschäftigt mich, oder habe ich nur davon geträumt? wo war ich nochmal schnell? achja, ich strample mich frei. ich ziehe mich an und setze mich in meinen bus, die sonne geht unter. ich fahre in die stadt, zumindest bis mich vielleicht jemand anhält? ich schreibe sms, ich frage bekannte und freunde, ob sie nicht lust haben auf einen kaffee. ich sehe mir den sonnenuntergang an. ein kleiner hund kommt zu mir gelaufen und stupst mich freundlich in den rücken. ich fahre über die donau in die stadt hinein. schlage mir den bauch voll mit torte und latte. ich gehe einkaufen, ich wühle im sale. n ruft an und hat zeit für kino. an der kassa warten wir lange und ich erzähle ihm, wie es mir geht. er greift sich an den kopf. eine geste, die mir zeigt, dass ich nicht verrückt bin, denn ich dachte schon.. nein. und babel ist genau die schöne, schwere kost, die gut tut. jetzt gehe ich bald schlafen, schlafen um zu schlafen, nicht des träumens wegen. genug geträumt. zeit für eine neue kollektion.
16.1.07 00:45


menschen im aida singerstraße -

frau65: und de fußballer, wos de für a gasche kriegen! des is jo a waunsinn, was de kosten! stöh da des vua, de spüin und kriegn milliooonen dafia!
frau80: (mampft kuchen.) jo, waunsinn.
frau65: und die ane von dem anen fußboispüla, na de is so schiach! schau da moi au wia de dürr is! de beine SO, na so dünn, des is jo nimma schen, herst.
frau80: (nickt.)
frau65: na findst des schen? des is jo nimma schen, sowos! und kinda hots! wos frog i mi, findt der an der? na, de is soo dürr, is de!

mann50: (mit glänzenden augen, besonders betonend) .. und ich habe in einem video gesehen, wie ein herz aufgeschnitten wird!
mann55 gegenüber, nickt zufrieden, mampft torte.

eine gruppe von japanern an der tortenbar trinkt kaffee. ein schmuddelig gekleideter mann mit einem luftballontier kommt herein und setzt sich neben einen japaner, worauf ein teil des tieres zerplatzt. BUMM! der japaner zuckt zusammen, der schmuddelige mann auch. sie sehen sich an und lachen. der herzchirurg ist ebenfalls amüsiert, unsere blicke treffen sich, wir lachen einander an. die beiden beckhams haben den knall überhört, 80 ist mit ihrem kuchen noch immer nicht fertig. der schmuddelige mann versucht in schlechtem englisch dem japaner zu raten, ein glas wasser zu trinken. die beiden fuchteln einander gesten zu und lachen.
16.1.07 16:49


hey, der rock passt mir wirklich gut!
20.1.07 17:23


gestern nacht geträumt von:

ich ging eine breite treppe hinauf, oben stand ein freund, dem ich helfen musste. er warf ein messer nach mir. es streifte meinen linken oberarm und zog einen glatten schnitt durch den stoff meiner bluse hindurch bis an das fleisch. es ging sehr schnell, das messer blieb hinter mir an einer wand stecken. ich spürte einen leichten schmerz, die wunde blutete ein wenig. der freund kam die treppe hinunter und sah mich an. er war gerührt von dem anblick des schnittes. wir verstanden uns und das sinnliche zeichen. wir fanden eine gemeinsame sprache.
21.1.07 18:23


immer brav alles aufficken, sonst wird das wetter nicht schön.
26.1.07 21:26


ich habe gestern beim aufräumen ein kuvert gefunden, in dem einige gefaltete zettel steckten. ich wusste, dass mich alte emails von c erwarten würden. seit nunmehr einem jahr habe ich keine davon angerührt. ich nahm einen der zettel heraus und las. und fand folgenden satz:

'Und Du weißt auch, dass Du nach Deiner eigenen Einschätzung viel zu wenig das machst, was du machen willst. In viel zu vielen Belangen.'

die mail war am 16. oktober 2005 an mich geschrieben worden. ich weiß nicht mehr, habe ich diesen satz damals überhaupt wahrgenommen? ich habe hastig und unruhig auf c's emails gewartet, wie ein hungriger köter, der um die mülltonne schleicht. ich stürzte mich gierig auf jeden wortfetzen, auf jeden buchstaben, und schlang ihn hinunter, ohne ihn zu verstehen. mein gott, ich verstehe ihn JETZT. nein, ich fühle, wie ein verständnis in mir aufsteigt, ich kann es noch nicht einmal gänzlich fassen. ich habe einen ganzen stapel dieser gefalteten weißen zettel, aber ich bin so erschüttert von diesem einen satz, dass ich mich fürchte, den stapel in die hände zu nehmen und anzufangen, zu verstehen.

'.. in viel zu vielen belangen.'
'.. viel zu wenig das machst, was du machen willst. ...'

c, ich weiß, du verfolgst meine spuren schon lange nicht mehr. und auch ich habe aufgehört, dich zu verfolgen. aber du hast diesen satz am 16. oktober 2005 geschrieben, damit ich ihn jetzt verstehe. das zeigt mir, dass zeit ein unwichtiger faktor in der entwicklung eines menschen ist. und dass entwicklung immer ist und war und weiter geht. dass wege immer verwoben waren, sind und bleiben.

ich verspreche dir, bald werde ich den stapel in die hände nehmen und keine angst mehr haben.
29.1.07 01:10





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