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these are my broken flowers.

in der nacht, in einem verrauchten lokal, in dem die menschen ausgelassen sind und die musik laut dröhnt, schließe ich gern die augen. ich stelle mir vor, mir würden schwarze flügel wachsen. wo aus meinem körper könnte ich sie heraussprießen lassen? wie müsste ich das gewebe aufbauen? welche muskeln müsste ich anspannen, um sie zu bewegen? die besten stellen wären anstelle der arme. aber ich brauche doch meine arme. wo kann ich meine flügel ansetzen? wie groß und wie stark müssten sie sein, um mich in den himmel zu tragen?
zuerst einmal die vorstellung, schwarze flügel zu haben. und die ist angenehm. sie erfüllt mich mit ruhe und einheit.

und dann sind da noch meine tentakelvisionen. anemonenarme. ich kann das nicht erklären. aber ihr spürt es, das weiß ich jetzt.
2.3.07 17:47


hast du eine rote brille?

zugegeben, nicht zu vergleichen mit der riesigen blutscheibe über dem schwarzen nachtmeer in der türkei. und würde ich dir vorschlagen, mit mir in die türkei zu fahren; würde ich dir eine riesige blutscheibe versprechen, würdest du mit mir kommen?
ich habe die augen geschlossen und deinen namen gesagt. und ich habe scharfe zähne gesehen, wilde augen, verzerrte fratzen. ich hatte kurz angst. aber vertrau mir doch. vertrau mir, ich bin stark für zwei.
4.3.07 16:37


ui ui,
damit ihr mir vor sentimentaler einträge nicht zusammenbrecht, hier ein kleines lustiges gedicht:

ein dickes grünes würmchen,
das fraß an einem blatt.
das fraß und fraß geduldig.
und plötzlich war es satt.


und die moral von der geschicht: irgendwann reichts einfach.

danke, danke, vielen dank.
4.3.07 21:35


letzte nacht hatte ich einen beängstigenden traum -

die erdatmosphäre war beschägigt. der himmel sah bedrohlich aus. es gab so gut wie keine wolken mehr, nur hier und da dünne cirrusfäden. an manchen stellen klafften im blauen tageshimmel große schwarze löcher. durch sie konnte man die sterne sehen, der freie blick ins all. durch diese löcher wurde es kalt auf der erde. starke winde kamen plötzlich aus dem nichts, rissen bäume aus, nahmen häuser mit. die erde versuchte sich zu wehren und riss ihre oberfläche auf, aufdass lava ausströmte, die ganze hügel zum brennen brachte. der aufsteigende rauch legte sich wie eine decke über den himmel und für kurze zeit wurde es wieder wärmer, die winde beruhigten sich. doch bald zeigten sich die schwarzen löcher wieder und das spiel begann von neuem. ich war mit meiner großmutter auf der flucht. wir mussten es zum nächsten haus im tal schaffen, der mann, der dort wohnte, würde uns in die stadt bringen. wir kämpften uns durch den wald, immer dicht an den bäumen, aus angst vor den winden. als wir endlich das haus erreichten, empfing uns der mann und seine familie freundlich. kaum waren wir im haus, begann es zu regnen. ein gutes zeichen.
6.3.07 15:57


ich hab die wanze endlich gekillt.

seit monaten hatte ich eine wanze in meiner arbeitsplatzecke. mal krabbelte sie an der wand, mal an der anderen wand, manchmal donnerte sie in besoffenem flug gegen die lampe. immer, wenn ich spätnachts vor dem bildschirm saß, war die wanze auch da. früher oder später kam sie in mein blickfeld und ich fragte mich: muss das sein? eine wanze. ich habe ein paar mal versucht, sie zu erledigen, aber immer, wenn ich glaubte, sie sei endgültig weg.. naja, sie war dann eben wieder da. immer nur eine.
ich bin froh, dass ich ihr keinen namen gegeben hatte, denn jetzt hab ich sie schlussendlich gekillt. mit einem halbliter-wasserglas von ikea. kraks hat es gemacht. die leiche liegt immer noch links hinter dem bildschirm. ab und zu werfe ich einen blick auf das kleine braune pünktchen elend und vergewissere mich, ob sie nun wirklich meier ist. ah schau, fräulein meier hätt ich sie genannt haben können. so wie kleine mädchen in telenovelas ihren teddybären mister irgendwas nennen.
wer jetzt glaubt, die wanze wäre eine metapher, ist selber schuld.

tot, tot, tot!!!!!
13.3.07 14:10


ich habe ständig ein schlechtes gewissen. wem gegenüber? allen anderen. mir selbst gegenüber. der welt. ich bin kein normaler mensch. ich muss weiter. nichts geht weiter. ich muss laufen. ich kann nicht. halt mich, nur ein bisschen, bis ich schlafen kann. und nie, nie ich selbst. ich habe ein schlechtes gewissen, wenn ich ich selbst bin. ich bin kein normaler mensch.
21.3.07 00:31


achtung, ich habe schlechte blutwerte und suche dafür einen passenden sündenbock. massiver eisenmangel, schilddrüsenunterfunktion und monsterthrombozyten zu vergeben, schmuseweich und verdammt anhänglich. übernehmen sie eine patenschaft, was der dreckige penner am würstelstand kann, das können sie auch.
mahlzeit!
nein, mal im ernst, schließlich ist der frühling da, die tulpen und die hyazinthen blühen. mein narzissmus blickt mir aus dem spiegel entgegen und schneidet eine grimasse. bonjour tristesse, das befriedigt mich alles nicht. ich bin die rose von jericho, ich kann den regen schon riechen, ja.. gleich.. und?.. komm schon! explosion! liebe! drama! wahnsinn! ....

ach was. keine panik. nur ruhig blut. die sonne geht unter und zeigt ihr glühendstes rot. morgen kommt der sommer.
31.3.07 18:00





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