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was ist passiert? wie lang habe ich geschlafen? ich habe geträumt, dass er mich anruft. er sagt, ich müsste seinen freund kennenlernen, der studiert chemie und hat mich belauscht. ich weine und wehre mich. ich schreie 'nein, bitte, ich will deinen freund nicht!!' er nimmt mein gesicht in seine hände und drückt seine weichen lippen auf meine, zwei ganze sekunden lang, ganz fest. in der ecke des vorraumes steht ein wäschetrockner. da liegen kisten am boden. er packt mich am handgelenk. ich wehre mich, trete, schreie unter tränen. ich schlage auf ihn ein. er umarmt mich. er spricht leise zu mir. ich bin so glücklich. er setzt meine grüne schirmmütze auf. er deutet mit einer lieblosen handbewegung auf eine holzpuppe, die an der wand gelehnt steht. 'er sagt, du hast eine schöne stimme.' ich schüttle den kopf so stark ich kann, bis er weh tut. dann ist es dunkel. er ist fort. es ist ein weiter hall um mich '.....warum bist du schon weg?.....weg?....weg?' 'ich bin doch da, komm zurück!!!' stöhne ich in die nacht. die antwort bleibt aus.
5.11.07 02:16


da hat jemand leben gesäht und erntet es. wer hat unser leben gesäht? wer pflügt dieses feld?
9.11.07 19:46


wir sind nicht dafür geschaffen, uns zu belügen..

achtung, meine guten jungs, aufgepasst, denn das könnte euch interessieren: ich laufe weg. ich laufe weg vor euch, ihr seid zu verlockend, das ertrage ich nicht, ich muss weg. sucht nicht nach mir. der letzte trip 'guter junge' - eine enttäuschung. das hat gesessen. das war ein treffer. er war so gut. es tat so weh. ich hab wohl angst. enttäusche mich lieber selbst, als das risiko einzugehen.. das augenscheinlich unvermeidliche.. einmal hölle und retour... es geht nicht.
ich halte mich an pete. ich bin gestern um 3h-irgendwas wach geworden um zwei minuten später eine message aus der hölle zu bekommen. hallo, pete. für ihn könnte ich mich so schön aufgeben. den schmerz genießen, oh süß und süffig, mit einem modrigen abgang von friedhofsmelancholie. nächtelang wie eine geile motte und die tage darauf ein gespenst. ich will dir nicht wehtun. ich tu mir doch nur selbst weh.
als könnte ich ihn spüren. ich lokalisiere ihn in der dunkelheit der stadt und schreie lautlos seinen namen. ich quetsche das leben aus mir heraus und werfe einen strahl gleich einer lichtrakete in die nacht. ich schwebe über ihm. ich greife aus dem nichts nach seinem gesicht, es ist wie ein hauch. ich möchte soviel geben, wie ich kann, es ist mir darum nicht zu schade. das wissen, nichts erwarten zu können, macht es leicht. und auf der anderen seite bin ich doch wieder hier. ich bin, weil die hoffnung ist. kann man hoffnung und erwartung trennen? meine gefühle sind wie hagelschnüre. es geht nicht.
ich sprühe den duft aus der rosa fiole auf mein shirt. ich mag den duft, er ist wie eine dicke schicht puder auf einer blüte. ich fühle mich rosa. proviant aus der küche geholt: zwei mandarinen, ein stück appenzeller, ein milka tender und ein himbeerjoghurt. bereit für eine geile nacht, aber er kommt nicht. hallo, hoffnung? ich habe getrunken. ich habe eine ungefähre ahnung davon, wer das liest und wer nicht. sucht nicht nach mir, meine guten jungs, ich bin bereit, mich in einer nacht zu verlieren. duftend nach puder, schwirrend mit verklärtem, geilen blick, bewaffnet mit hagelschnüren, herz prall vor hoffnung. pete? kannst du mich hören? ich weiß nicht, ob es so gehen wird, aber ich bin bereit.
9.11.07 23:41


in der nacht vor 3 tagen war ich in einer eigenartigen welt.

ich war ein androgynes wesen ohne erinnerung an meine vergangenheit. mit einer freundin durchstreifte ich einen riesigen raum, der wie eine überdachte markthalle war. am boden lagen in reihen geschlichtet verschiedene körperteile. teils nur in losen haufen bei einander, manche auf fleischtassen und mit frischhaltefolie versehen. ich war auf der suche nach meinem alten körper. ich wusste, der, in dem ich jetzt bin, ist nicht meiner. ich hielt ausschau nach einer ähnlichkeit, aber bald wurde mir so übel vom anblick all der leichenstücke, dass ich die suche aufgab. wir befanden uns in diesem riesigen gebäude. die markthalle war ein öffentlich zugängliches areal im untersten stockwerk. nach oben hin wurde das gebäude schmäler, wie eine pyramide. die oberen stockwerke waren versperrt, es standen wachen vor den türen und kontrollierten, wer ein und aus ging. irgendwie schaffte ich es, an einer dieser wachen vorbeizukommen und durch eine tür in den gesperrten bereich zu schlüpfen. ich ahnte, dass es in diesem gebäude eine lösung für das rätsel meiner existenz geben müsste. mein eindringen blieb natürlich nicht unbemerkt und von nun an begann ein wettlauf. ein ständiges verstecken, entdeckt werden, verfolgt werden, laufen, türen öffnen und neue gänge finden. ich war in ständiger bewegung. immer hatte ich verfolger hinter mir, und hatte ich die einen abgeschüttelt, waren schon nächste auf der lauer. ich versteckte mich lautlos vor einer horde roboter, ich lief vor hunden davon. je weiter ich kam und je höher ich in das gebäude vorgrang, verstärkte sich in mir ein gefühl, dass ich dem kern näher komme. meine stärke wuchs, ich kletterte über gerüste, flink wie ein affe. immer war es fast so, asl würden sie mich gleich schnappen, aber ich entkam um haaresbreite. ich erreichte das letzte stockwerk. eine unheimliche stille war darin, und ein gang mit zwei türen, eine nach rechts, eine nach links. ich öffnete die tür zu meiner linken und trat in den raum. ein kleiner, chaotischer raum. im gegensatz zum cleanen und beinahe sterilen rest des gebäudes wirkte er lebendig, menschlich. ich fand auf einem haufen decken eine puppe liegen, die wie ein kind aussah. mich überkam ein schaudern und ich riss die puppe an mich. ich versteckte mich hinter einem vorhang, weil ich stimmen auf dem gang hörte. regungslos stand ich da, ein kleiner schusseliger mann kam herein und suchte verzweifelt nach der puppe. ich hielt sie unter meinem mantel, weil ich dachte, dass es mein kind wäre. die puppe war aber nur halb, kein unterleib, keine beine. als ich das bemerkte, wandelte sich meine wahrnehmung. es war, als fiele ich in eine art dämmerzustand, in der mein körper die funktionen verlangsamte und nur der geist klar war. auf einmal wurde mir alles klar. ich erkannte den sinn meines daseins und meiner suche. ich war ein versuchobjekt gewesen. eine frau, die ein kind geboren hat, was in der welt, in der ich mich befand, einzigartig war. man entsorgte den körper der frau nach der geburt, aber die seele der mutter schien geblieben zu sein und folgte dem ruf des kindes. so fand ich mich in einem neuen körper erwacht und der instinktive trieb, in die heiligtümer des großen gebäudes vorzudringen, war ein mutterinstinkt gewesen. ich erkannte nun auch, dass die puppe nicht mein kind war, aber dass sie ihm gehörte. es war in dem gegenüberliegenden zimmer. es lebte, ich hatte es gefunden, ich hatte lediglich die falsche tür aufgestoßen. man entdeckte mich und erkannte meine idendität und warum ich gekommen war. mein körper immer noch in dem verlangsamten zustand. man ließ mich in diesem zustand und untersuchte, wie die kraft der bindung zwischen mir und meinem kind es ermöglichte, dass ich an diesen ort fand.
dann wachte ich auf.
25.11.07 04:37


letzte nacht war meine ehe arrangiert. der mann war koch und zimmermann. wir waren noch nicht verheiratet, aber er kochte schon für mich. und er fing an, unser haus zu bauen. es waren zwei häuser, zwei hausboote, die auf der donau schwimmen würden. sein haus sah aus wie ein kleines, dreistöckiges kreuzfahrtschiff. er nannte es 'ananasboot', weil es nach oben hin spitz zulief. mein haus war aus bunten kirchenglasfenstern gebaut. es sah aus, wie eine kleine gotische kathedrale. man glaubte zuerst, es würde dunkel darin sein, aber wenn das licht durch die glasfassaden brach, war es drin wie in einem kaleidoskop. die häuser waren mit einem gang in der mitte verbunden, sodass jeder für sich leben konnte, aber der weg zu einander immer offen war. ich mochte den mann. er hatte scharfkantige züge und strähniges, blondes haar. er sah einem alten seemann ähnlich, er hatte kraft und aus seinen stahlblauen augen strahlte weisheit und güte. ich fand eines tages seine tagebücher mit den plänen für die häuser. das, was er schrieb, rührte mich. ich sagte zu ihm: ich freue mich auf das leben mit dir, in unserem haus. dann umarmten wir uns und ich spürte, dass ich glücklich werden würde mit ihm.
25.11.07 04:52


was versuchen wir zu verstehen? es gibt nichts zu verstehen.

wir gehen im dunkel, in gedanken versunken, an händen gefasst ohne jegliche hast. wir gehen am rand, einen schritt vor dem bruch. wir schleichen herum wie der kater im buch. wir gehen auf ketten, auf ketten gespannt zwischen heiligen stätten, unter unserer hand liegt der hebel zum glück. aber wir gehn noch ein stück. wir gehn noch ein stück, noch sind wir nicht verrückt.
verrückt und verlassen.
verrückt und verlassen.
verrückt und verlassen. und der hebel zum glück.
verrückt und verlassen.
verrückt und verlassen.
verrückt und verlassen. und kein weg zurück.
26.11.07 02:43


wir müssen versuchen, so oft wie möglich mit etwas lebendigem in kontakt zu treten.
wasser, das aus einer quelle springt und sich quirlend über einen bachlauf ergießt. wie es spielt, wie es sich gleiten lässt, wie es tanzend über steine und wurzeln fließt. es lacht mit einer hellen seele, es ist pures leben. unbekümmert wirft es sich über hänge um lautlos zu fallen und vor lust schäumend und rauschend in der tiefe zu landen. seine ständige bewegung, seine ehrliche offenheit, die klarheit, die weisheit, die unbändige kraft.
ich tauche unter. umspül mich. ich tauche auf.
komm auf ein neues.
26.11.07 16:10


ich hatte letzte nacht sex mit pete. mit dem echten, nicht mit dem anderen. wir haben rumgemacht und dann wollten wir es tun, aber es ist nicht gegangen, er war dann auf einmal halb schlaff und was weiß ich. es war dunkel und verraucht. das bett quietschte. ich lag auf dem bauch und er beugte sich von hinten auf mich. es war ein merkwürdiges gefühl, als wäre man einem völlig fremden auf einmal ganz nah und im nächsten augenblick kennt man sich eine ewigkeit. und dieser kalte rauch überall. und musik aus dem nebenzimmer, ein klassisches szenario. wie gesagt, es funktionierte nicht so, wie wir wollten. wir wollten es richtig fest und mit leidenschaft, aber es ging nicht. er stieg zur seite und auf einmal war da überall blut. dicke adern in meinen kniekehlen waren geplatzt, von seinem gewicht auf mir. ich hatte es gar nicht bemerkt. komischer anblick, er steht nackt neben dem bett, mit seinem hut auf, ich lieg halb verdreht da, wir gaffen eine weile schweigend auf das blut und .. naja, okay. nichts zu machen, kann ja mal passieren.
dann wachte ich auf.
26.11.07 18:11





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