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ich sehe pete in die augen und spüre nichts mehr. ich bin frei. solange er mich nicht wieder berührt, bin ich ein geist und nehme keine farbe an. bitte berühr mich nicht mehr, pete. ich will sehen, was es noch alles gibt, auf der welt. ich versuche es mit dem blassen schein des eisigen, er ist so unnahbar, er haucht mich in meinen träumen an. ich träumte wieder von c, oh mein gott, wann hört das endlich auf. es waren leichen im ubahnschacht zwischen vorgartenstraße und kaisermühlen, er lief trotzdem durch. fürchterlich sei es, sagte er. dann küssten wir uns wie am zweiten morgen. er berührte mich auf dem kirchenvorplatz bis polizisten kamen und uns abmahnten. störung öfentlichen seelenfriedens, mein herz. ich dachte, es könnte wieder wie früher sein. es war trotzdem alles anders. wir waren wie jeder in sein eigenes zelophan gehüllt, da sieht man so milchig, wie mit verquollenen augen oder reich und schön. schwulstig. schwül. schweigende schwere. verschwendete seufzer, schallender, schillernder, schimmernder, vibrierender reif. verzeih mir, c, ich war noch ein kind. ich konnte nicht sprechen. schweigend schallte meine schwülstige liebe. ich habe gemeint, nur gesagt habe ich nichts. dafür lasse ich dich jetzt durch leichenschächte gehen. immer diese leichen. wir wollten zu pete gehen und ihm meinen bunten lampenschirm bringen. er hat da nur eine glühbirne. ich hätte zu pete gehen sollen, ohne dich, c. auf einem kirchenvorplatz sind wir nicht gut aufgehoben.
3.1.08 23:56


willst du eine frau, die dein freund nicht wollte?

willst du die rosine essen, die dein freund aus dem kuchen rausgeholt hat? eine rosine, stell dir vor. du könntest mit deinem freund eine tafel schokolade teilen, aber willst du wirklich diese rosine? vielleicht klebt der dreck seiner finger noch dran, mit ekel hat er sie aus dem kuchen entfernt. wer ist das, dachte er, der sowas wie rosinen in einen kuchen tut? da liegt sie am tellerrand neben den krümeln und du kommst daher und sagst: du isst die rosine nicht? die rosinen sind doch das beste im kuchen! sie geben ihm die subtile fruchtigkeit, leihen ihm ein herbstlich herbes aroma. darf ich die rosine haben? sagst du. und du nimmst die rosine und ----
willst du wirklich die rosine, die dein freund nicht wollte?
8.1.08 02:56


es blüht ein kleiner baum in mir. mit den wurzeln in den eingeweiden vergraben, mit ästen in lunge und herz verzweigt, mit zarten rosa blüten.
12.1.08 16:39


es gab eine zeit..

da gab es pläne von dem tourette-mädchen in einer japanischen schuluniform, das im aufzug des kaufhaus steffl einen mannsgroßen rosa plüschhasen beschimpfte. die beiden waren ein tolles team. das mädchen stieß wilde flüche aus, mal auf japanisch, mal in einem sehr gebrochen deutsch. der hase hielt sich die pfoten an die wangen und tat, als ob er ganz und gar geschockt wäre. so fuhren sie rauf und runter immer wieder, rauf und runter, bis die kaufhaus steffl security kam. da stellte sich dann der plüschhase schützend vor das mädchen und breitete die arme aus. das mädchen beschimpfte die securitymänner über die schulter des hasen. nach diesem kurzen widerstandsszenario setzten sich das mädchen und der hase perfekt synchron dunkle agentensonnenbrillen auf und ließen sich von den securities aus dem gebäude geleiten.

aber jetzt... jetzt ist es vorbei mit spielchen. jetzt kommen wir endlich mal zur sache.
14.1.08 20:58


freund,

mach immer, was dein herz dir sagt.

gutes.
15.1.08 23:38


'also scheitert es an deinen hohen erwartungen?',
sagte ein freund neulich zu mir. öh, wie jetzt... darüber muss ich nachdenken. ist meine vorstellung von der ultimativen, alles einnehmenden explosions-wahnsinns-scheismichan-liebe vielleicht ein relikt aus meiner pubertären titanic-zeit? man muss irgendwann neuen wegen folgen? sich auf neue beziehungsmodelle einstellen? sich ähh wtf .. es gibt keine weißen rösser mehr mit prinzen obendrauf? was mach ich denn jetzt? erstmal cool bleiben. aber dann, wenns da unten auf einmal wieder zieht und da oben sich alles dreht, wenn dein eigener körper sich weigert, zu lügen und mit tränen um sich wirft, was machst du dann? du denkst nicht an erwartungen oder beziehungsmodelle, da ist nur mehr die nackte hilflose emotion.
'also scheitert es an deiner starken emotion?'
20.1.08 00:47


taumelte sie in eine wärme,
licht gedämpft, herz-trommeln-tief,
versunken,
verloren,
taumelte sie in eine kälte,
vereist, windig, starr vor schreien,
wasser gefriert
herz aus den augen.
22.1.08 23:25


der hund streckt alle viere von sich, grunzt wohlig und lässt sich weiter am bauch kraulen. die hand, die liebevoll an dem weißen fell zupft, hängt lässig vom kirschbaum herab. weiße mullbindenfetzen wehen im wind und berühren des hundes schmutzige pfoten. es ist gerade sommer geworden. letzte nacht ist er über den kirschbaum gekommen wie ein lang ersehnter kuss. sofort sind die knospen geschwollen und wie durch ein wunder öffneten sich mit den ersten strahlen der jungen sonne alle blüten auf einmal. die sonne ging auf wie ein goldblondes mädchen in einem roséfarbenen ballonkleid. der hauchdünne, sorgfältig plissierte stoff des sonnenkleides glich den zarten kirschenblüten, die den baum über und über bedeckten. nun ist es früher nachmittag, die knospen haben wunderbare, dunkelgrüne blattboote hervorgebracht. die blüten des morgens liegen sorglos verstreut auf dem saftigen gras, mittendrin räkelt sich der hochzufriedene hund. das fleckige spiel des kirschblattschattens und der warmen sommersonne ist ein genuss. jay liegt bauchlings auf ihrem lieblingsast, die beine verschränkt, die arme schaukelnd in der brise. sie hat den mittagssonnenhöchststand verdöst. jetzt, sanft geweckt vom summen einer biene, öffnet sie die augen und begutachtet mit stolzem wohlwollen die vielen saftigen herzkirschen. schau hin, mein herz, der sommer ist so schön.
27.1.08 20:01


die wohlige wärme umgibt mich
auf meinem weg
hinab
in den fall
durch den schacht
um mich ist es rosa und rot und pulsiert
immer tiefer
tauche ich
ab
da
jetzt
ich höre das schlagen
es kommt
näher
ich spüre es an meinem haar, als ich weiter
hinabgleite
durch die wärme
um mich ist es rot und dunkelrot und pulsiert
es pulsiert
ich werde zum puls, ich komme
näher
zum schlag
noch ein schlag
noch ein schlag
ich gleite hinab durch die wärme
wärmer
noch wärmer
hinab
ich spüre den schlag durch mein haar
gleitend
rutsche ich tiefer
durch die wärme
tiefer
wärmer zum schlag
um mich ist es rot und die wärme
pulsiert
in meinem haar
ich rutsche
ich falle hinab
tiefer
zum schlag
durch den puls
durch die wärme
um mich herum ist es warm und
jetzt
näher
und näher
und näher und lauter zum schlag
gleich bin ich
im schlag
jetzt
gleite hinab
zum puls
zur wärme
lauter
und lauter
und lauter
zum herz.
29.1.08 20:45





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