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über ihrer stirn, vor ihren augen, gleich einer sonnenblende, schillert die aurora borealis. sie trägt sie mit sich herum, wohin sie geht, wie ein schneckenhaus, nur eben vorne, über ihrer stirn, vor ihren augen, transparent und doch den blick trübend. alles schimmert. die fremben menschen schimmern, die fremden häuser schimmern, alle hunde, alle straßenbahnen und müllcontainer schimmern in allen farben, eiskalt voll außerirdischer schönheit. so etwas schönes muss doch zwangsläufig gut sein, mein herz? und ist es so wichtig, erkennen zu müssen, wo die eigene aurora borealis aufhört und die fremde beginnt?
3.2.08 02:13


fragen,

ja, sage ich. nein, sage ich. vielleicht meine ich nicht richtig. leicht ist es nicht. leicht war es nie.

ich bin vorsichtig geworden.
ich wollte nie so werden. nun muss ich einsehen, dass ich ängste in mir hege, die gelernt haben, sich gut zu tarnen und zu verstecken. zweifel. fragen.
ziellose fragen, an einem bein lahmende fragen von früheren verletzungen, die nur mehr im kreis gehen können. ich bin so müde, ihren spuren zu folgen. einfach laufen lassen. geht ohne mich zugrunde, ich laufe in eine andere richtung.

und dann laufe ich. und es ist kalt, aber ich spüre es nicht. wie betäubt, wie in trance. in die nacht, autobus, ubahnschacht, rolltreppen, schritte, schritte, schritte. langsamer, schneller, sorgenvoller, mit herz in den zehen, in den schläfen, in den fingerkuppen. die angenagte drei gedrückt, ein ruck noch, ein stück noch. dann noch einen schuss zweifel, die angst pocht herzsynchron, warten, dunkelheit, noch etwas länger warten, nachdenken. angst. zweifel. fragen. mein gott, was zum teufel machst du hier? was in aller herrgotts namen hat dich hergeführt? jetzt. heute. in einer nacht ohne antworten suche ich nach der erlösung. suche nach einem verstehen. suche nach einem platz zum schlafen. in einem arm, in einer wärme. vielleicht, denke ich. denke. warte. dunkelheit. es hat mich hergezogen wie an einem strang. es hat mich betäubt und fortgeschwemmt und jetzt bin ich gestrandet, hier vor dieser tür. will ich das? und wieder fragen. und wieder angst. und wieder zweifel.

ich weiß noch, einmal kurz wagte ich es mir vorzustellen, du würdest dich dafür entscheiden. ich wagte diesen gedanken. und es brach aus mir und ich musste weinen vor glück. ehrlich. das war eine antwort.

immer noch dunkelheit. ein blick auf die uhr. kalte stufen. ich sage jetzt einfach ja! okay? ich will das, es hat mich hergezogen. es gibt keine antworten. nicht in dieser nacht. nicht hier. nicht. ich sage, vielleicht..

ich bin vorsichtig geworden.
aber nicht genug. ich sage: ja. ich will das.
4.2.08 19:14


yes blöp, yes, sir!

fliegen wir doch zum mond, ja?
ich starre aus dem fenster.
etwas kitzelt in meinem ohr, etwas juckt mich an der sohle. der blick flackert unruhig, von einem grün zum nächsten grün, zum nächsten. es ist mild, es kommt jetzt der frühling. gestern, das feuer über der brücke, eine verheißung auf ..
auf,
und davon. nehmt mich mit, vögel des nordens, nehmt mich hin zum ewigen kalten atem, zum blauen polar, zur stillen unerreichbarkeit der aurora borealis.

draußen geht der wind.
bereit für alles und doch so müde. schlafen. dreihundert jahre lang. polare nacht auf einem fremden stern.
6.2.08 19:08


ich möchte, dass wir uns zeit nehmen für hunderttausend dinge.
ich möchte, dass wir regenbogen malen, auf trottoirs, mit einer farbe, die niemals trocknet. hunde laufen über die farbe und verteilen ihre regenbogenpfotenabdrücke in der ganzen stadt.
ich möchte, dass wir auf dem damm sitzen und ausschau halten nach elstern.
ich möchte, dass wir uns verzetteln.
ich möchte über wurzeln stolpern, über blechtonnen lachen. ich bin dein mädchen, was du sagst ist im grunde wortlos, du bist im vergleich zum himmel wie ein gefäß für die sonne, die sonne. wir bauen uns ein nest im dickicht. wir hängen nasse tücher auf pfosten und masten, wir hissen flaggen, beschwert durch das wasser, langsam wehen. und es schnalzt, wenn der wind geht und wir frieren in gedanken, um einen grund zu haben, uns in den flieger ab zu setzen nach madagaskar.
ich möchte fest stehen, mit einem ausgestreckten arm, der an der hand ein pinsel ist. dann fährt die ubahn vorbei und berührt gerade so, gerade so, meine weichen farbenfinger. ich streichle über das metall. es verfärbt sich unter meiner berührung. es wird rot, es wird gelb, es wird grün, es wird blau und violett. es ist ein regenbogenstrich, der durch die schächte der stadt fährt.
ich möchte, dass wir sonnenuntergänge kitschig finden und uns trotzdem daran freuen, ohne widerrede und vorbehalte. da ist ein tempel am wasser, dort stehen wir und starren in die wellen. das wasser fließt stahlgrau und es spiegelt sich der himmel darin, wie hineingetropft und aufgelöst. und die sonne zieht einen strich durch, der bewegt sich. und wir sind still, hören wie die stadt brummt, wie das schiff fährt, wie das kind singt und der hund bellt.
10.2.08 23:14


'fälle dir kein urteil, bevor du nicht mein herz brichst. glaube nicht, mich verstehen zu können, solang du mein herz nicht gebrochen hast. ...
...

... brich es!'
14.2.08 01:38


ich habe nicht die hände, dich zu halten, ich habe nur die augen, dich zu sehn. ich habe nicht die seele einer ewigen, ich werde nicht nach deinen spuren gehn. du wirst verlieren, was du einst gedacht, ich werd vergessen, was ich einst geliebt. zu allen tausendsten gezeiten werden wir uns wiederfinden, zusammen sammeln, was uns blieb.
wie muscheln am strand.
verloren im sand.
von wellen erfasst.
16.2.08 00:38


es ist wieder winter.
gib mir nebel zu trinken, denn ich bin doch so heiß noch, in mir.
17.2.08 03:54


cherry blossom girl.

sie ist der wind, der in deine flügel stößt, hörst du es? hörst du es pfeifen? sie greift beherzt zwischen deine feinen roten federn und hievt dich mit einem festen ruck empor. und du kannst fliegen, meilenweit fliegen, bis das abendrot den horizont verfärbt und du mit dem himmel verschmilzt.
17.2.08 23:49


.. und worüber kann man noch schreiben als über das, was das herz einem diktiert? ....

leber: schreib über die untergehende jugend!
galle: KRIEG!!
beine: schreib über rollstühle! geil..(meine beine brauchen urlaub.)
hände: die neuesten strickmuster, darüber schreiben die anderen auch! (langweilig.)
augen: schreib über die schönheit! (tu ich doch.)
mund: hör auf zu schreiben! REDE!
lunge: was ist nun mit den zigaretten? krieg ich welche? (jaja.. is ja gut..)
nieren: PARTY!!
popsch (mit kopfhörern zwischen den backen): MA MA MISSY ELLIOTT BRING THA STYYYLE AH AH!
brüste: hey, was geht da ab? wir wolln auch was sehn!!! (eh, ganz ruhig, schwestern!)
klitoris: mir is laaangweiliiig..
gehirn (lallt): mach doch mal was neues! riskier mal was in deinem scheisleben! (oh nein, das kenn ich doch schon, da kommt nur chaos bei raus.)
herz (brüllt dazwischen): LIEBE!!! LIEBE ÜBER ALLES!!!!
magen: hör nicht auf die, ich weiß doch, was du willst, also geh jetzt in die küche und hol dir was! na los, ich lenk die anderen ab.. (fängt an, schmetterlinge zu produzieren.)

he, aber ich wollte doch was schreiben...
18.2.08 03:34


was macht die liebe ohne ihre unfälle, ohne zusammenprallen, zersplittern aller knochen, reißen von gefäßen und unmengen an blut blut blut. was wäre die liebe ohne zur unkenntlichkeit zermalmte wracks, und die feuerwehr, die kommt, um dich rauszuschneiden. wie schön die funken sprühen, wenn sich die säge ins metall senkt und du denkst dir zwischen splittern und schrauben geklemmt: oh mein gott, bitte säbel mir nicht noch den letzten rest von verstand weg.
20.2.08 18:20


wir haben wohl einfach andere zeiten. oder? nein, keine fragen mehr. neue mantren aufsagen, schritte zählen bis zum nächsten tunnel, schnell hindurch und ausatmen.
'vergiss es. vergiss es einfach. vergiss es endlich. vergiss.'

dieses ständige rauswinden.
dieses ständige freikämpfen.
all der tod, das dicke weiche herzgewebe innen abkrampfen und ausbluten.
immer um sich schlagen. immer sturm in mir.

mund zu, augen zu, ohren zu, es zieht.
22.2.08 01:28


'am schlimmsten ist es, wenn du den heiligen gral in händen hälst und plötzlich einsiehst, es würde ohnehin nichts nutzen.'
23.2.08 02:27


susi sorglos singt seit stunden stumme strophen. so schön, sagt sie, schau, schwalben segeln seelig über hügeligen ufern. unsere unsteten unsitten, frieren freilich feige, fürchten frühen fall. wissend, dass diese daunenweiche wonne diese dekade nicht überlebt. früh oder spät fallen wir uns freilich frierend in die arme, und dann, susi, singe sachte, fürchte keine frühe stunde, bis zum morgen. da die sonne aufgeht und die schwalben einen himmel betreten, der frei von furcht scheint und doch voller fehler hängt.
26.2.08 17:53


looking for the missing link. there is something lost between us. cant find it. oh god.. please help me, i cant find it..
29.2.08 16:36





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