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spring durch den feuerreifen!
du traust dich nicht? och.
verstaubte spinnenfäden ziehen sich durch dein gesicht,
so nicht, nein.
das kann nicht sein und überhaupt, warum soll ich denn springen. vielleicht werden sich dann die spinnen um die schönen wände bringen.
bist du vielleicht schon munter? oder noch nicht ganz wach? ach, du scheinst noch nicht genug bekommen zu haben, schleichst schmollend durch dein schnödiges gemach. bist du vielleicht schon durstig? du weißt es nicht. sag bloß, das musst du alles allein entscheiden, kein wunder, dass aus dir der mehltau spricht.
bist du verbohrt, oder was?
sind deine sinne verroht, oder was?
hast du deinen verstand zwischen den schenkeln dort verloren, oder was?

wach auf, junge, das ding da draußen hat schon lange appetit auf dich.
wird zeit, dass es dich endlich ganz verschlingt.
3.5.08 01:31


zurück zur jamsession.

deine haare kitzeln meine wange, als wir im halbdunkel auf dem sofa lümmeln. wir reden über karma und fußball. dann begehe ich einen strategisch fatalen fehler und sage, an den kitzelhaaren zupfend: deine haare schon wieder. du schiebst sie hastig hinters ohr, damit sie mich nicht mehr berühren können. oh ich bin so ein idiot.
6.5.08 22:27


und wird mein blut auf einmall schnell, und rauscht durch mich hindurch. und was ist sex überhaupt, und was ist liebe. auf polaroid gebannt, schau, da haben wir uns gerade berührt, das war vor fünf minuten. du kannst dich nicht erinnern. aber schau doch. nur fürs polaroid und nicht der liebe wegen. und ich spüre aber deine hand immer noch da, ein ewiges polaroid auf meiner schulter. die chemische reaktion hinterlässt einen warmen fleck dort. schau. ja, man sieht nichts. aber da fließt ganz viel blut drunter. man könnte es rauschen hören, wirklich ganz leise.
komm, wir fahren jetzt in diese straße, in der ich ewig nicht mehr war und suchen dieses geschäft. und vielleicht haben sie, was wir wollen. wir kaufen für unser letztes geld so viele polaroidfilme wie möglich, damit die berührungen nie aufhören. und irgendwann hören sie dann doch auf. und ob das blut dann noch rauscht. und ob die ersten dann nicht schon verblasst sind. und ob es überhaupt liebe ist oder doch nur sex, oder was. und ist dein gefühl gleich dem gefühl von sternchen, und ist sternchens gefühl wie meines und somit deines gleich meinem? und lass doch endlich sternchen weg. du hast ein polaroid von ihr. von mir hast du keins.
12.5.08 17:35


heartbreak
you make my soul shake
you make everything
blurry
14.5.08 23:14


ich liebe einen mann,
ich liebe einen jungen.
wie weit die liebe doch einst war,
wie weit braucht sie, um zu verstummen.
und was passiert ist, ist passiert.
und was passieren wird, vergeht.
und was passiert schon morgen,
wer es weiß, der wird verblassen
voll ehrfurcht vor dem nichts.
und dann steht schon der nächste morgen auf.
16.5.08 03:51


verrückt,
verrückt,
alle sind so verrückt. und ich dazwischen, der idiot unter den wahnsinnigen. das macht es nicht besser. was solls. es ist..

ich berühre mit meinen augen fremde fingerknöchel. sie sind rosa. die haut am handrücken ist weiß. es schimmern bläulich die adern durch. das ist so eine versuchung. mein dunkelgrauer schatten schlägt hart auf seinen oberschenkel. an der seite seines shirts steht ein wort, das ich nicht lesen kann. vielleicht könnte man es ertasten, als wär man auf einmal blind. ich versuche, es zu lesen. ich finde einen reiz. er sieht mich an, folgt meinen blinden augen. ich gehe wieder zurück zum handrücken. 'reib deinen daumen an deinen zeigefinger', sage ich zu ihm in gedanken. er macht es. man kann die luft flirren hören.

mittlerweile ist es dunkel geworden und mein schatten ist goldbraun und weich, wie frischer samt. berühr mich zärtlich, melancholie.
16.5.08 23:47


letzte nacht geträumt von:

ich war ein junger magier und mir wurde angeraten, mit den nomaden durchs land zu ziehen. die nomaden waren riesige männer, die an ihren langen dünnen gliedmaßen stelzen trugen. damit liefen sie unglaublich schnell und sahen meilenweit. ich saß auf der schulter eines der männer und überblickte die landschaft. wir kamen an einer stadt vorbei. die nomaden waren verwirrt, denn sie hatten die stadt lebendig erwartet, doch als wir sie betraten, war sie wie ausgestorben. wir gingen durch die verwinkelten gassen, sahen in die hübschen häuser aus lehm, alles sah aus, als hätten die bewohner die stadt ganz plötzlich verlassen. irgendwo kamen leise geräusche her und je länger wir durch die straßen gingen, desto öfter rochen wir einen süßen duft. dann wurde es nacht und da kamen die menschen scheinbar aus dem nirgendwo. es waren kleine dunkle gestalten, die ganz geschäftig leckereien vorbereiteten und sie auf geschmückte paradewägen plazierten. die stelzenmänner und ich versteckten uns. man sprach leise und die stimmung war gedrückt. ein paar gesprächsfetzen schnappten wir auf, da war von einem dämon die rede, der die stadt heimsuchte. dann setzte sich der paradezug in bewegung, alle menschen gingen mit, jeder trug teller und körbe mit süßen kuchen und töpfe mit dampfendem brei. sie mussten das monster füttern, damit es nicht die bewohner des dorfes fraß. sie gingen aus der stadt hinaus in die hügel, sangen dabei einen traurigen marsch. wir folgten ihnen mitten im zug, sie bemerkten uns erst, als wir fast angekommen waren. das nahen des monsters zeigte ich, als die ganz vorne marschierenden katzen und hunde plötzlich umfielen. der menschenzug stoppte mitten auf dem weg. wir sprangen schnell in die büsche. nach und nach senkten sich auch alle menschen und das monster kam. es war riesengroß, fast größer als die stelzenmänner, sein schwarzer leib war dick und es hatte viele elastische arme und beine. es machte sich gierig über die speisen her, überrollte mit seinem unförmigen leib die wägen und ließ verbeultes und zerbrochenes geschirr zurück. als es fertig war, sah es sich hastig nach mehr um. einige menschen erwachten und warfen mit blättern hin zu dem dickicht, in dem wir uns versteckt hatten, um die aufmerksamkeit des dämons auf uns zu richten. es stürzte auf uns zu. wir versuchten uns zu wehren, kämpften mit händen und füßen. wir spürten seine blanke gier, es ließ sich nicht stoppen. es umschlang unsere arme mit seinen biegsamen tentakeln und als wir nach seinem körper traten, bildete sich an der stelle sofort ein mund, der nach dem bein biss um es zu fressen. egal, wo man es berührte, sofort war da ein mund mit zähnen. wir wehrten uns lange.

dann wachte ich auf.
19.5.08 03:40





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