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- warum kann ich nicht weg? warum komm ich nicht los von dir? ich hätte dich so sehr gebraucht, so sehr. so sehr hab ich geweint, als der kleine vogel gestorben ist. und du warst nicht da. es treibt mir jetzt noch die tränen in die augen und es zieht mir das herz zusammen. nur nicht daran denken, denk an etwas anderes, denk an etwas anderes, halte dich an etwas anderem fest. ich hätte dich so sehr gebraucht. ich weine um den kleinen vogel, der tot ist, und ich weine um mein eigenes herz, das keinen trost fand.
- und warum hast du dich wieder verliebt? du warst doch verliebt, du warst fort.

- hallo, fremder reisender, kann ich mit dir gehen? ich gebe dir alles, ich werde dich lieben, nur lass mich mit dir gehen. bring mich fort von hier, bring mich nur fort von hier, ich muss hier fort.
und er nahm mich mit fort und er setzte mich ab und war weg. eine zeitlang schrie ich wie ein verlorenes fohlen in die nacht und trottete dann langsam wieder zurück. schritt für schritt zurück zu dir. nein, ich komme nicht weg. bitte, warum. ich kann doch nicht ewig hier liegen.
2.3.09 03:25


das sind dinge, die bespricht man nicht mit offenem mund, sondern im geheimen und die eigenen ohren müssen angestrengt nach innen hören. es wird alles ledern, innendrin, es bekommt einen dumpferen hall, es wirft sich nichts hin und her und das blut wird dicker, blauer, kühler. als würde einem langsam das herz einschlafen und der körper konserviert zu einer mumie. leder, das nicht geschmiert und bearbeitet wird, verliert an lebendigkeit, es riecht nicht mehr würzig, nicht herb und verführerisch. und von außen, ich lege meinen kopf schief und schaue in den spiegel. ich finde mich schön, aber kalt. meine augen sind forsch, suchend, aber nicht liebevoll. wo ist meine weiblichkeit hin, wo die milde und zerbrechlichkeit. warum habt ihr mich so hart gemacht. ich wollte alles geben aber ich stehe nur da wie nicht abgeholt und ohne wissen, wohin den nächsten schritt tun.

vorwärts oder zurück?
7.3.09 22:56


sie geht hinaus in die dunkelheit, den weg mit einer taschenlampe erleuchtend, mit einem plastikeimer in der hand. es ist fast vollkommen schwarz und nahezu lautlos, nur im quellstock plätschert das wasser. man kann es riechen, eiskalt und kristallklar. etwas huscht vor dem lichtschein davon, wahrscheinlich eine maus. das gras ist feucht. die lampe zwischen die zähne geklemmt, füllt sie holzscheite in den eimer. auf dem weg zurück sieht sie kurz auf zum himmel, aber die sterne bleiben aus. morgen wird es nebel geben. das feuer im ofen ist fast heruntergebrannt. sie legt die kühlen scheite hinein und beobachtet, wie die flammen sich darauf ausbreiten. zaghaft, dann forscher, bald schon knistert und kracht es und eine wohlige wärme breitet sich aus. sogar die böse schwarze perserkatze kommt heran. einst waren sie freunde, für einen tag. man hat sie gewarnt, sich der katze zu nähern, aber zu aller überraschung ließ sie sich streicheln und schnurrte. dann jedoch, ganz unerwartet, schlug sie mit ihren spitzen krallen mit voller wucht zu. so sind katzen wohl, sagte man, und diese doch ganz besonders. seither gehen sie sich aus dem weg, mit vielen offenen fragen, aber sprachlos. an abenden wie diesen, wenn beide nah beim feuer sitzen, tauschen sie einen flüchtigen blick. doch beide wissen, das vertrauen ist vergeben und es wird nie mehr wiederkehren.
8.3.09 05:06


schreib mir ein gedicht aus tausend furchen auf einem alten blatt papier aus einem muffigen, vergilbten buch. auf dem die worte schon verblasst sind, die einst jemand in einer dunklen kammer, vielleicht sogar aus ein und dem selben grund verfasst. lass samtig schwarze tusche in die alten spuren rinnen, wiederbelebte ewigkeit. und wirf das blatt sodann gleich in die flammen, lass gierige zungen es zerpflücken und blas die asche in die kalte nacht, damit sie nie mehr wiederkehrt, vergangenheit. sie kann dir mit ihren kümmerlichen resten kaum die frischgepflügten felder düngen, auf denen morgen schon die junge, starke saat aufgeht. also lass fliegen die verrußten fetzen, weiter bis in den dunklen wald hinein, wo bär und fuchs sie letztlich ganz zertreten. und schreib mir ein gedicht, nein, lieber ein gebet, auf einem blanken, weißen blatt mit scharfen kanten. und wenn ich es zum himmel schreie, verschreckt es bär und fuchs, wirft selbst den dunklen wald um, macht platz für felder, frisch gepflügte felder, meilenweit.
14.3.09 18:04


mucy-diary - gedanken einer pillenabsetzerin. (1)

seit ich beschlossen habe, die pille abzusetzen, vergesse ich andauernd, sie zu nehmen. den rest zumindest, jetzt sind noch zwei übrig. die letzten 4 teilten sich in halbwegs regelmäßigen intervallen auf ca 7 tage, man reduziert also die dosis. ob das einen sinn hat ist natürlich fraglich, aber da man psychopharmaka doch auch sanft reduzieren soll und hormone sowas ähnliches sind, oder zumindest in der ungefähren idee.. also man kann sich die logik schon irgendwie an den fingern herbeilutschen. wenn mein unterbewusstsein das so steuern will, ich will ihm nicht im wege stehen. möge es daran liegen oder nicht, da ist schon was im busch, wenn man so sagen kann, vielleicht ist das auch nur übertriebenes suchen nach veränderungen und wenn man sucht, findet man.. ja doch, einen gewissen frühlingsduft, ein vorbote, weiß man nicht genau. vielleicht wirklich nur eine kopfsache. bildet man sich aber ein, dass das so seine richtigkeit hat.
so also nur mehr zwei stück, dann bluti-bluti und dann wirds spannend. kehren sich alle wirkungen um und man magert ab, die brüste schrumpfen, pickel sprießen und man wird zu einer reißenden hormonbestie? besorgte blicke: mein gott, willst du etwa schwanger werden? musste ich schon ertragen. nein, kein bock einfach mehr auf hormonelle unterdrückung. scheis psychopillen, weg damit. verbrennt die bhs, usw.
19.3.09 01:04


komm und hol, gevatter schnee,
deine weiße peitsche raus
schlag mir damit ins gesicht
auf die rippen, eisessturm.
lass mein rotes fleisch vergehen.

lass erzittern mein gebälk.
witter ich des frühlings hauch,
eines besseren mich belehr.

alle hoffnung treib mir aus,
allen samen lass erfrieren
in dem schüttren erdengrund.

will ein vogel wiederkehrn,
braungebrannte fröhlichkeit,
jag ihn gleich hinfort, bevor
sein heller schrei mein inners rührt.

sag, so sag mir immerzu,
dass ich nun verloren bin.
dass kein leben mehr gedeiht,
brennt mein feuer dann
noch hell, zitternd schlepp
die glieder hoch,
ist der blick noch immer klar
und dem felsen gleich das wort,
brich an meiner stillen brust
schneekristalle, kalten schmerz.
berstend glanz daraus,
mein weißer freund,
sieht man meilenweit.
21.3.09 05:08


mucy-diary (2)

die flut an blut war diesmal ziemlich enttäuschend. fragt sich eine, ob das wohl mit der neuen freiheit zusammenhängt. vielleicht kommts auch einfach nächstes mal umso dicker. fürchti-fürcht.
und man glaubt zu merken, dass es 'wirkt'. es wiehert in der engen box, es schlägt mit den hufen gegen die schranken. hü hott will es machen und vom rennen wird ein guter gaul nicht müde. bloß hat alles ein ende und die wurst hat zwei und die wursthaut hat einen pearl-index von 2-12. liest man sich also in die ganzen natürlichen methoden ein, temperaturmessungen, aber immer zur gleichen zeit, davor 6 stunden schlaf, bei unregelmäßigkeiten wirds holprig und parkemed verfälscht die ergebnisse sowieso, what the fuck. am tag der ovolution lassen sich mit dem zervixschleim bis zu 12cm lange fäden spinnen und am besten, man lernt, die form und formveränderung seines muttermundes zu ertasten. holy shit. nix mehr mit 'keine sorge, ich nehm die pille'. und das nur wegen dem bisschen wiehern. erste bedenken.
28.3.09 03:29


ich träumte, ich wäre in new york.
es gab einen fluss mitten durch die stadt und in der mitte war eine landebahn für flugzeuge. an den ufern gab es viel dreck und heruntergekommene unterkünfte für solche leute wie uns, die kein geld hatten für wenigstens ein normales 12bett hostelzimmer. m war bei mir, wir standen an der uferpromenade, es war irgendwann mitten in der nacht, aber ny schläft ja nie. ein flugzeug im landeanflug kam zu spät runter und würde über die landebahn hinausschießen, so zog der pilot nochmal hoch und es wurde sehr knapp mit einer brücke.. wir standen baff und atemlos da, als das flugzeug in die gebäude auf der brücke krachte und explodierte. ich wusste nicht was zu tun, nicht fähig wirklich zu realisieren, was gerade vor meinen augen passiert ist. m, genauso geschockt, nahm mich in den arm und ich begann zu weinen. wir drückten unsere körper fest an einander und schließlich küssten wir uns im schein des feuers. 'musste es diese katastrophe geben, damit wir einen grund hatten, uns näher zu kommen?' am nächsten tag würden wir auf der selben landebahn richtung wien starten. angst und euphorie mischten sich, irgendwie makaber.
29.3.09 10:58





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