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ein haufen dinge macht mir in diesem moment sorgen:

schnecke ronaldo hat sich ganz in sein haus verkrochen und kommt schon den zweiten tag nicht raus. der teil des fußes, der aus dem haus herausragt, fühlt sich kalt und hart an. nichtmal mit einem warmen bad und frischer gurke lässt er sich locken. hoffentlich stirbt er nicht.

die schnecken generell sind ein stop and go. ich mag sie gern, aber die sache mit den eiern bereitet mir unbehagen. man hat ständig angst, ein gelege zu übersehen, durchsucht panisch das terrarium mit der taschenlampe. und wenn eier da sind, zerstören. oft ist es schon fast zu spät. was soll man tun. vielleicht sind diese tiere nicht die richtigen für mich. vielleicht werde ich sie weitergeben.

mir fehlt ein zeugnis, die zeit drängt, der prof meldet sich nicht. noch ein weiteres semester ohne studienbeihilfe? scheiße.

die rede steht an und ich hab keine ideen, außer: lasst mich nicht krepieren, ihr geldgeilen wichser. eher unpassend, obwohl das mit dem krepieren sicher einschlagen würde. und man erwartet sich ja ne tränendrüsenshow. und auf englisch, herrgott. dont let me bite into the grass, you creepy bastards. quelle catastrophe.

ich träume zu wenig, und wenn, dann vergesse ichs zu schnell.
ich zeichne zu wenig, ich male nicht. ich kann keine skulpturen bauen, das würd ich jetzt am liebsten machen. ich kann nicht. noch ist der horizont nicht in sicht. ich sollte meditieren. ich meditiere nicht. ich schaue fern und aktualisiere facebook. zur hölle.

ich aktualisiere facebook. ich folge wieder den stumpfen gesprächen im chat. ich hasse das. ich brauche das. irgendwo da draußen sind menschen und so reden sie und ich kann es lesen. es macht mich nicht glücklich.

menschen, die mich glücklich machen, kann ich an einer hand abzählen. einer davon macht mich gleichzeitig unglücklich. ich überlege, ob man die beziehung zu einem menschen reseten kann wie einen mp3player. alles, was war, vergangene einstellungen, optionen, hoffnungen, verletzungen, alldas einfach wegdrücken, abschneiden, vergessen. und den menschen neu wahrnehmen, neu kennenlernen, ein neues archiv aufbauen. ist das möglich? ist das realistisch? erstrebenswert? und was würde einen bewahren, nicht wieder in die selben muster zu verfallen. nicht wieder die selben gefühle aufkommen zu lassen.
von außen ist er schön. ebenmäßig. symetrisch. wie porzellan. wie wurzelholz. wie elfenbein. innen ist er ein anfang einer geschichte, bei der man nicht weiß, ob es ein roman, ein drama oder eine posse wird. wie ein windiger morgen. wie etwas rauhes, warmes, ein frisch gebackenes, duftendes brot mit knuspriger kruste und salzkörnern. du beißt hinein und es schmeckt dir so gut, du kannst dir nicht vorstellen, dich daran jemals satt zu essen. ja, das macht mich traurig. gar nicht wirklich unglücklich, nur traurig und nachdenklich. es tut gut und weh, ich kann mich nicht entscheiden.

ich kann mich nicht entscheiden. ich bin inkonsequent. ich ergebe mich der schwäche, anstatt auf teufel komm raus verdammt nochmal zu kämpfen. irgendwo zwischen wollen und geschehen lassen schwebe ich und ich bin klein in diesem nachtblauen raum. warum ist es so schwer, den blick immer geschärft zu halten, auf das wesentliche gerichtet, fest im fokus, ihn wie einen anker und das licht des leuchtturms hell leuchten lassen, in sich selbst. es ist wie ein dynamo, man muss immerzu spulen, sonst wird es schwächer.

ich muss stark sein.
25.8.09 02:40
 


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